Brandsätze per Post? Mutmaßliche Agenten Moskaus vor Gericht
ZDF
Drei Ukrainer sollen Sabotageakte in Deutschland mit Brandsätzen in Paketen geplant haben. Handelten sie im Auftrag von Russlands Geheimdienst?
Drei Ukrainer sollen Sabotageakte in Deutschland mit Brandsätzen in Paketen geplant haben. Handelten sie im Auftrag des russischen Geheimdienstes? Drei unscheinbare Männer im Alter zwischen 22 und 30 Jahren betreten mit Aktenordnern vor dem Gesicht den Gerichtssaal, hineingeführt von Wachpersonal: Ukrainische Männer, die nach Deutschland und in die Schweiz geflohen sind, hier einer Arbeit nachgehen und unwissentlich vom russischen Geheimdienst instrumentalisiert wurden, oder Agenten im Auftrag Russlands, die schwere Sabotageakte planten. Das jedenfalls ist der Vorwurf der Bundesanwaltschaft. Sie beschuldigt Yevhen B., Daniil B. und Vladyslav T. der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken und Verabredung zur schweren Brandstiftung. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft. Daniil B. und Vladyslav T. sollen im März 2025 zwei Pakete in Richtung Ukraine aufgegeben haben - mit aktivierten GPS-Trackern. Ziel sei es gewesen, mit zunächst harmlosen Paketen die Versandroute und die zeitlichen Abläufe des Transports beim ukrainischen Postdienstleister Novapost auszukundschaften. Später hätten sie geplant, Pakete mit Brandsätzen aufzugeben, die sich noch in Deutschland oder in der Ukraine entzündet hätten. Das Ziel: größtmöglicher Schaden und eine Verunsicherung der Bevölkerung. Doch dazu kam es nie. Die drei Ukrainer wurden im Mai des vergangenen Jahres festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Aus Sicht der Bundesanwaltschaft kam der Auftrag vom russischen Nachrichtendienst, über Mittelsmänner in Mariupol. Yevhen B. soll Daniil B. angeworben und die GPS-Tracker besorgt haben. Dieser soll die Geräte von Konstanz nach Köln geschickt haben. Denn dort gibt es, anders als in Konstanz, eine Filiale der ukrainischen Novapost.













