Deutsche Bahn: "Sind an zu vielen Stellen im Netz am Limit"
ZDF
Die Taskforce "Zuverlässige Bahn" will Züge pünktlicher machen. Wieso deshalb weniger Züge im Nahverkehr fahren könnten und was gefordert wird.
Eine vom Bundesverkehrsministerium eingesetzte Arbeitsgruppe soll ein Maßnahmenbündel für pünktliche Züge präsentieren. Kritiker befürchten dauerhaft ausgedünnte Fahrpläne. Der Fahrplan für eine bessere Bahn in Deutschland enthält ein konkretes Datum für die Ankunft am Ziel: Freitag, 20. März. Dann soll eine Taskforce mit dem Titel "Zuverlässige Bahn" ihre Ergebnisse bei Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) abliefern. 22 kleinere und größere Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass die Züge wieder pünktlich fahren. Schon seit vielen Monaten ist das oftmals nicht der Fall. In der vom Verkehrsministerium initiierten Taskforce, in der Bund, Länder und die Bahnbranche vertreten sind, wird heftig gestritten über den richtigen Kurs auf der Schiene. Der Fahrgastverband Pro Bahn, Verkehrsorganisationen und die beiden Gewerkschaften EVG und GDL befürchten Kürzungen vor allem beim Regionalverkehr. Im 53-seitigen Entwurf für die Abschlusserklärung der Taskforce ist von einer "vorübergehenden Reduktion des Angebots" die Rede, wenn auch "ausschließlich als Ultima Ratio", also als letztes Mittel, und freiwillig. Die Idee dahinter: lieber weniger Züge auf dem jahrzehntelang heruntergewirtschafteten Schienennetz in Deutschland, dafür aber pünktliche Züge. Die Vorstandschefin der Deutschen Bahn (DB), Evelyn Palla, redet Klartext. Das Netz sei zu alt, es sei marode und für seinen Zustand "zu voll". Das Staatsunternehmen DB und seine Schienennetztochter DB InfraGO AG drängen darauf, das Netz zu entlasten. Die Grundsatzfrage bei der Zahl der Züge laute: "Menge oder Qualität."













