Kolumbien: Militärmaschine in mit 125 Insassen abgestürzt
ZDF
Im Süden Kolumbiens ist ein Militärflugzeug mit 125 Menschen an Bord abgestürzt. Genaue Zahlen über Tote oder Verletzte liegen noch nicht vor.
Im Süden Kolumbiens ist ein Militärflugzeug mit 125 Menschen an Bord abgestürzt. Genaue Zahlen über Tote oder Verletzte liegen noch nicht vor. Nach dem Absturz eines Militärflugzeugs im Süden Kolumbiens werden Dutzende Tote befürchtet. An Bord der Transportmaschine vom Typ Hercules C-130 befanden sich 125 Menschen, wie die Armee am Montag mitteilte. Das Flugzeug war wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen in Puerto Leguízamo im Departamento Putumayo nahe der Grenze zu Peru aus bisher ungeklärter Ursache abgestürzt, wie Verteidigungsminister Pedro Sánchez mitteilte. "Militäreinheiten sind bereits vor Ort", schrieb Sánchez in Onlinenetzwerken. Er sprach von einem "zutiefst schmerzlichen Ereignis" für Kolumbien. Beim Absturz des Militärflugzeugs sind nach Angaben mehrerer örtlicher Medien unter Berufung auf Behördenangaben mindestens 66 Menschen getötet worden. Dutzende Verletzte seien in verschiedene Krankenhäuser gebracht worden, hieß es. Eine öffentliche Stellungnahme der Behörden zu den neuen Opferzahlen gab es zunächst nicht. Zuvor hatte der regionale Gouverneur John Gabriel Molina Acosta von acht Toten gesprochen. Präsident Gustavo Petro sprach im Onlinedienst X von einem "schrecklichen Unfall, der nicht hätte passieren dürfen". Er verwies auf die Notwendigkeit, die Militärflotte zu modernisieren. Der Präsident postete ein Video, in dem zu sehen ist, wie das Flugzeug versucht, an Höhe zu gewinnen, bevor es zu Boden stürzt. An Bord hätten sich 114 Passagiere sowie 11 Besatzungsmitglieder befunden, sagte der Kommandeur der kolumbianischen Luftwaffe, General Carlos Fernando Silva. Nach Angaben des Gouverneurs handelt es sich bei den meisten Insassen um Militärangehörige, zudem seien einige Polizisten an Bord gewesen. In der Grenzregion kämpfen die kolumbianische und die ecuadorianische Armee gegen Drogenkartelle und Milizen. In sozialen Netzwerken verbreitete Videos zeigten eine große graue Rauchwolke und Trümmerteile am Unglücksort in einem Waldgebiet. Anwohner und Sicherheitskräfte hätten sich umgehend auf den Weg gemacht, um Verletzte zu versorgen, berichtete der Radiosender Bluradio.













