Wie "El Mencho" der mächtigste Drogenboss Mexikos wurde
ZDF
Wie viele Drogenbosse hielt sich der Mexikaner Nemesio Oseguera Cervantes lange im Hintergrund. Am Sonntag wurde er vom Militär getötet.
Wie viele Drogenbosse hielt sich Nemesio Oseguera Cervantes lange im Hintergrund. Am Sonntag wurde er im mexikanischen Bundesstaat Jalisco vom Militär getötet. Über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten baute er eine der mächtigsten kriminellen Organisationen Mexikos auf. Dennoch stammen die einzigen bekannten Aufnahmen von "El Mencho" von früheren Festnahmen wegen Raubes und Drogendelikten in den 1980er und frühen 1990er Jahren im US-Bundesstaat Kalifornien. Er starb am Sonntag an Verletzungen, die er bei seiner Gefangennahme durch Spezialkräfte in Tapalpa erlitt. Der 59-Jährige stammte ursprünglich aus der Bauerngemeinde El Naranjo in Michoacán, einem Nachbarstaat von Jalisco. Geboren wurde er als Rubén Oseguera Cervantes. Aus unbekannten Gründen nahm er später auch den Namen Nemesio an. Von diesem sei auch sein Spitzname "El Mencho" abgeleitet, sagte Carlos Antonio Flores-Pérez, ein Wissenschaftler am mexikanischen Zentrum für Forschung und Höhere Studien in Sozialanthropologie (CIESAS), der über staatliche und organisierte Kriminalität forscht. In jungen Jahren wanderte Oseguera Cervantes in die USA aus und ließ sich in Kalifornien nieder. Dort heiratete er in die Gang "Los Cuinis" ein, die von seinem Schwager Abigael González Valencia geführt wurde - auch bekannt als "El Cuini". Nach drei Jahren Gefängnis wegen Heroinhandels wurde Oseguera Cervantes nach Mexiko abgeschoben. Zurück in Michoacán begann er, enger mit "Los Cuinis" zusammenzuarbeiten. Die Bande stand in Verbindung mit dem Drogenboss Armando Valencia Cornelio, bekannt als "El Maradona", dem Anführer des inzwischen aufgelösten Milenio-Kartells.













