Was wir zur Brand-Katastrophe in der Schweiz wissen
ZDF
Das neue Jahr beginnt in der Schweiz mit einem verheerenden Brand in einer Bar: Ungefähr 40 Menschen sterben, viele weitere werden verletzt.
Das neue Jahr beginnt in der Schweiz mit einem verheerenden Brand in einer Bar: Ungefähr 40 Menschen sterben, viele weitere werden verletzt. Was bisher bekannt ist - und was nicht. In der Silvesternacht ist es im Ferienort Crans-Montana (Kanton Wallis) in der Schweiz zu einem schweren Brand in der Bar "Le Constellation" gekommen. Diese hatte nach eigenen Angaben eine Kapazität von 300 Plätzen. Nach Angaben der Kantonspolizei Wallis brach das Feuer gegen 01:30 Uhr aus. Nach offiziellen Angaben kamen ungefähr 40 Menschen ums Leben. Etwa 115 weitere Menschen seien verletzt worden, die meisten schwer, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Rund 80 der verletzten Personen sollen sich Berichten zufolge in einem kritischen Zustand befinden. Die Ursache für den Brand ist weiterhin unklar. "Es gibt mehrere Hypothesen", sagte Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis. Eine Möglichkeit sei, "dass der gesamte Raum Feuer gefasst hat, und dass das zu einer Explosion geführt hat". Die Kantonsregierung des Wallis schrieb in einer Mitteilung von einem "Flashover" in der Bar, nannte aber keine Quelle für diese These. Mit dem Ausdruck wird der sekundenschnelle Übergang eines kleinen Feuers zu einem Großbrand bezeichnet. Augenzeugen berichteten über Sprüh- beziehungsweise Wunderkerzen, die von Menschen im Lokal in die Höhe gehalten worden seien. Sie seien so hoch geschwenkt worden, dass sie die Decke berührt hätten. Diese habe plötzlich Feuer gefangen, zitiert die Zeitung "Blick" etwa einen jungen Schweizer. Mit ähnlichen Schilderungen wird auch ein Zeuge mit dem Namen Alex in italienischen Medien zitiert. Auch Videoaufnahmen und Fotos, die in den sozialen Medien kursieren, sollen zeigen, wie Menschen Champagnerflaschen in ihren Händen halten, in denen Wunderkerzen stecken. Die Aufnahmen konnten zunächst nicht verifiziert werden.
