
"Rostiges Grab" - die Graumädchen-Legende
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Ein Cold Case trifft auf True Crime, Urban Exploring auf eine jahrtausendealte Legende aus der Wikingerzeit. Was Schwedens Nummer-Eins-Bestsellerautor De La Motte auf die Zuhörer loslässt, ist mehr als nur ein Thriller. Aber Vorsicht: "Nichts ist, wie es scheint … im Rostskogen."
Ein Cold Case trifft auf True Crime, Urban Exploring auf eine jahrtausendealte Legende aus der Wikingerzeit. Was Schwedens Nummer-Eins-Bestsellerautor De La Motte auf die Zuhörer loslässt, ist mehr als nur ein Thriller. Aber Vorsicht: "Nichts ist, wie es scheint … im Rostskogen."
"Gehst Du dorthin, so nimm Dich in Acht, denn auf nichts ist dort Verlass. Nicht auf das Wasser. Nicht auf die Erde. Weder auf Pflanzen noch auf Getier. Auf keinen Menschen und keine Seele. Nichts ist, wie es scheint. Nichts, wie es sein soll. Dort draußen. Im Rostskogen." Es ist eine Warnung, die mündlich überliefert wurde, von Generation zu Generation. Um den Rostskogen hat man möglichst immer einen großen Bogen gemacht. Denn dort lauern Gefahren. In jedweder Form. Und über den Rostskogen, diese mystisch aufgeladene schwedische Region wacht "das Graumädchen".
Die Legende besagt, dass es einst vor Abertausenden Jahren einem schrecklichen Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Es soll sich gerächt und die Peiniger getötet haben. Als Strafe für die eigene Tat ließ es sich dem Wald opfern. Es wurde in der Erde festgepfählt. Sobald man es befreit, nimmt es erneut ein Menschenleben: "Blut muss mit Blut gesühnt werden."
Ein gemütliches Fleckchen schwedische Erde also, dieser Rostskogen. Viel Wald, viel Moor, viel Torf. Kein Wunder, dass nach dem Zweiten Weltkrieg dort eine Torffabrik gebaut wurde. Riesig. Aber mittlerweile verlassen, dem Zerfall anheimfallend. Das Gelände drumherum gehört einer einzigen Familie, die dort einen Schrottplatz betreibt, samt riesigem Autofriedhof, Wolfshunden und Überwachungskameras. Das Motto der Familie: Lasst ihr uns in Ruhe, tun wir euch auch nichts!
Für "UrbExer" ist die ehemalige Torffabrik einer der Top-Lost-Places, ein absolutes "must have". Martin Hill, erfolgreicher Buchautor, was dieses Thema betrifft, hat einst mit der Familie Bekanntschaft gemacht. Er ist mit dem Leben davongekommen. Nun sind wieder zwei UrbExer vor Ort. In tiefster Nacht. Ihre Idee: ein True-Crime-Video, denn in der Torffabrik wurde vor Jahren die Leiche einer jungen Frau gefunden, an einen Pfeiler im Inneren gelehnt, die Kehle durchgeschnitten, der Ringfinger abgetrennt, über ihrem Kopf eine Bindrune in das Holz des Pfeilers geritzt: zwei "R", die Rücken an Rücken wie ein Käfer aussehen, aber seit Wikinger-Zeiten für Leben, Tod und Wiederauferstehung stehen.

Nelly hat ein wunderbares Leben: Ihr Mann sorgt dafür, dass Frau und Kinder es gut haben. Nelly sorgt dafür, dass alles schön sauber ist. Eines Tages zerbricht das Idyll, Abgründe tun sich auf. Hält die Familie das durch? Amelie Fried spricht mit ntv.de über alte Rollenbilder, die nie wieder en vogue sein sollten.












