
Poznanski-Thriller steht zwischen Paranoia und Blockchain
n-tv
Ein altes Haus, eine Frau, die nach einem Unfall auf Hilfe angewiesen ist, eine Pflegerin mit einem düsteren Geheimnis, ein Ehemann, der etwas im Schilde führt: Wer Hitchcock mag, wird Poznanskis neuen Psychothriller um Wahrheit und Wahnsinn lieben.
Ein altes Haus, eine Frau, die nach einem Unfall auf Hilfe angewiesen ist, eine Pflegerin mit einem düsteren Geheimnis, ein Ehemann, der etwas im Schilde führt: Wer Hitchcock mag, wird Poznanskis neuen Psychothriller um Wahrheit und Wahnsinn lieben.
"Make statistics sexy again": So wirbt das Marktforschungsinstitut von Adam Decker. Es ist erfolgreich, hat nationale Kunden, will international expandieren. Auf die Beine konnte es Adam aber nur dank einer Finanzspritze seiner Frau Viola stellen. Das Paar liebt sich, schwebt auf Wolke sieben und denkt an Kinder. Das ist die Wirklichkeit, die Wahrheit. Bis jetzt.
Denn nun liegt Viola im Krankenhaus. Ein Bein wurde ihr amputiert, ein Unfall war der Grund. Nur kann sich Viola an nichts erinnern. Die Mittdreißigerin ist ratlos und geschockt. Aber zum Glück hat sie Adam, der ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen scheint. Er holt sie in ihr beider Zuhause, ein Anwesen weit außerhalb der Stadt, renovierungsbedürftig.
Adam zufolge ist der alte Weinkeller schuld an Violas Unglück. Absolut baufällig stand er ganz oben auf der To-Do-Liste. Aber die Decke sei eingestürzt, Viola habe noch versucht, sich in Sicherheit zu bringen, sie habe es fast geschafft, als ein herabstürzender Fels ihr Bein getroffen habe. Adam selbst war nicht vor Ort, der Nachbarsjunge Benno habe sie gefunden, sein Vater dann die Rettungskräfte alarmiert.
Viola versucht, sich mit ihrem Unglück zu arrangieren. Eine von Adam engagierte Pflegerin soll ihr dabei helfen, wieder "auf die Beine zu kommen". Viola wird unten im Haus einquartiert, das Obergeschoss mit dem gemeinsamen Schlafzimmer und Adams Büro bleibt ihr verwehrt. Zudem beginnt Adam damit, mehr und mehr Zeit im Hauptsitz der Firma in der Stadt zu verbringen. Er kommt immer später nach Hause, geht immer früher aus dem Haus, küsst Viola nur noch auf die Stirn oder den Haarschopf.

Judith Hoersch ist Schauspielerin. Mit "Niemands Töchter" ist ihr ein Hit gelungen. Und das, obwohl sie zwischen Bayern und Berlin pendelt, eine kleine Tochter hat und sehr viel arbeitet. Hoersch spielt die Hebamme "Lena Lorenz" in einer erfolgreichen Serie, in der es ums Kinderkriegen und -haben geht. Genau wie in ihrem ersten Roman.












