
Parkinson ist mehr als nur ein Zittern
n-tv
US-Präsident Joe Biden leidet wohl doch nicht an Parkinson - im Gegensatz zu mehr als acht Millionen Menschen auf der Welt. Meist beginnt die Krankheit schleichend. Bis zu einer Diagnose können Jahre vergehen. Doch wie entsteht Parkinson überhaupt? Und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Besuche eines Spezialisten für Parkinson im Weißen Haus sorgen in den USA für Wirbel. Schnell kommen Gerüchte auf, dass Joe Biden Parkinson haben könnte. Der Leibarzt des US-Präsidenten hat jetzt die Gerüchte dementiert. Auch wenn Biden also offenbar nicht an der Nervenkrankheit leidet, mehr als 8,5 Millionen Menschen weltweit tun es. Doch wie entsteht Parkinson? Was sind die Symptome? Und wie kann die Krankheit behandelt werden?
Morbus Parkinson ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge hat sich die Zahl der Patientinnen und Patienten in den letzten 25 Jahren verdoppelt. Allein in Deutschland sind aktuell 400.000 Menschen betroffen. Eine Heilung gibt es nicht.
Es gibt verschiedene Formen von Parkinson. Am häufigsten ist das sogenannte idiopathische Parkinson-Syndrom (IPS). "Idiopathisch" bedeutet, dass keine Ursache gefunden werden kann. Die Krankheit geht von einer bestimmten Hirnregion aus, der sogenannten schwarzen Substanz im Mittelhirn. Hier befinden sich spezielle Nervenzellen, die den Nervenbotenstoff Dopamin produzieren und mit ihm mit anderen Nervenzellen kommunizieren. Dopamin ist unter anderem wichtig für die Bewegungssteuerung. Durch die Parkinson-Erkrankung sterben immer mehr dieser Nervenzellen ab, es entwickeln sich ein Dopaminmangel und ein Ungleichgewicht der Nervenbotenstoffe im Gehirn, was zu den typischen Symptomen der Parkinson-Krankheit führt, wie die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörung auf ihrer Website schreibt.
