
Nussknacker als Teamplayer: neues Design für Traditionsfigur
n-tv
Nüsse knacken im Doppelpack: Im Erzgebirge erfinden Kreative den Nussknacker neu - mit altem Mechanismus und fantasievollen Designs. Was steckt hinter dem Teamwork-Konzept?
Nüsse knacken im Doppelpack: Im Erzgebirge erfinden Kreative den Nussknacker neu - mit altem Mechanismus und fantasievollen Designs. Was steckt hinter dem Teamwork-Konzept?
Seiffen (dpa/sn) - Der erzgebirgische Nussknacker wird zum Teamplayer. War er bisher als grimmig schauender alter Mann bekannt, der als Einzelgänger mit Hebelwirkung harten Nüssen zu Leibe rückt, wird das Nüsseknacken nun Teamwork. Dazu hat der Seiffener Holzspielzeugmacher Markus Füchtner zusammen mit jungen Designern und freien Gestaltern den "Knack-Dialog" entwickelt. Die neun neuen Charaktere werden diesen Monat auf einer internationalen Auktion in Leipzig versteigert. Der Erlös soll den Nachwuchs für das traditionelle Kunsthandwerk fördern.
Füchtners Werkstatt gilt als Geburtshaus des erzgebirgischen Nussknackers, der hier von seinem Ur-Ur-Ur-Großvater Wilhelm erfunden wurde. Der Tradition folgend stellen sie Obrigkeiten dar: König, Husar, Förster. Dem hat sich auch Markus Füchtner verschrieben.
Vor einem Jahr sei die Hamburger Agentur Scholz & Friends mit der Idee an ihn herangetreten, den Nussknacker vom Klischee des alten Mannes zu entstauben, erzählt Füchtner. "Zuerst habe ich gedacht: Oh Gott, wo geht das hin." Doch die Designentwürfe hätten ihn verblüfft, vor allem die Idee einer Spiegelung von König und Königin.
"Wir haben Studenten und Gestalter gefragt: Wie sieht für euch der Nussknacker der Zukunft aus?", sagt die Leiterin des Designteams von Scholz & Friends, Nicole Thalheim. Daraus entstanden ist eine bunte Truppe in neun Designs: Dazu gehört eine Zuckerfee ebenso wie ein Minimalist im Stile Piet Mondrians. Sie haben jeweils eine klassische Nussknackerfigur als Gegenpart, sodass sie Tradition und Moderne vereinen.













