
Keine Hinweise auf Verbrechen nach Tod von Messerangreifer
n-tv
Ein Messerangreifer stirbt in Haft. Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt es nicht. Doch Fragen zu seiner Betreuung im Gefängnis sind noch offen.
Ein Messerangreifer stirbt in Haft. Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt es nicht. Doch Fragen zu seiner Betreuung im Gefängnis sind noch offen.
Würzburg (dpa/lby) - Nach der Obduktion der Leiche des Messerangreifers vom Würzburger Hauptbahnhof steht fest, dass der Mann nicht umgebracht wurde. Es gebe keine Hinweise auf Fremdeinwirkung, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, sondern es sei von Suizid auszugehen. Weitere Details etwa dazu, wie der 35-Jährige sich getötet haben soll, nannte er nicht. Der Flüchtling war am Montag tot in seiner Zelle in der Untersuchungshaft in Würzburg entdeckt worden. Der Mann soll eine Woche zuvor am Hauptbahnhof drei ihm unbekannte Männer grundlos mit einem Messer attackiert haben. Die Opfer wurden leicht verletzt.
Die Tat richtete sich nach bisherigen Erkenntnissen gegen einen Stand der Zeugen Jehovas. Das Motiv des Mannes ist laut Staatsanwaltschaft weiter ungeklärt. Normalerweise würden Ermittlungen nach dem Tod des mutmaßlichen Täters eingestellt. Ob dies auch in diesem Fall so sein wird, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.
Die Zeugen Jehovas sind eine christliche Gemeinschaft mit eigener Bibel-Auslegung. Weltweit haben sie nach eigenen Angaben etwa 9,2 Millionen Mitglieder.
Geprüft werde derzeit allerdings, ob es im Gefängnis Würzburg Pflichtverletzungen hinsichtlich des Umgangs mit dem Mann gegeben habe. Solch ein Vorgehen sei nach dem Tod eines Häftlings üblich.













