
"Letzte Verteidigungswelle" steht vor Gericht
n-tv
Sie sind jung und radikal und laut Anklage Terroristen. Sieben mutmaßlichen Mitgliedern und einem Unterstützer der rechtsextremen "Letzten Verteidigungswelle" wird in Hamburg der Prozess gemacht.
Sie sind jung und radikal und laut Anklage Terroristen. Sieben mutmaßlichen Mitgliedern und einem Unterstützer der rechtsextremen "Letzten Verteidigungswelle" wird in Hamburg der Prozess gemacht.
Es geht um die Mitgliedschaft in der rechtsextremen Terrorgruppe "Letzte Verteidigungswelle" oder deren Unterstützung, versuchten Mord, Verabredung zum Mord und gefährliche Körperverletzung: Gut neun Monate nach großangelegten Razzien in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hessen müssen sich acht junge, teils noch minderjährige Männer vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg verantworten. Laut Bundesanwaltschaft verstanden sich die Mitglieder der Gruppe als letzte Instanz zur Verteidigung der "Deutschen Nation".
Wer ist angeklagt?
Als Rädelsführer sind drei der jungen Männer angeklagt, einer als Mittäter. Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme im Mai vergangenen Jahres waren vier der fünf Beschuldigten noch minderjährig - der jüngste war 14 Jahre alt. Aufgrund ihres Alters mussten einige von ihnen mit ihren Eltern zur Haftvorführung vor dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe erscheinen.
Zwei der Rädelsführer stammen laut Bundesanwaltschaft aus Mecklenburg-Vorpommern. Ein in Rostock festgenommener Jugendlicher soll demnach "Erfinder" der Gruppe gewesen sein, die sich über Chatgruppen vernetzt habe. Ebenso wie ein in Wismar festgenommener junger Mann und ein weiterer als Rädelsführer Angeklagter soll er als Gruppen-Administrator aufgetreten sein.













