
Bub von Baum erschlagen - Geldstrafe für Grundbesitzer
n-tv
Ein Baum neben einem Wanderweg stürzt plötzlich um - und trifft eine Familie. Ein Bub stirbt. Hat der Grundstücksbesitzer seine Bäume nicht gründlich gecheckt?
Ein Baum neben einem Wanderweg stürzt plötzlich um - und trifft eine Familie. Ein Bub stirbt. Hat der Grundstücksbesitzer seine Bäume nicht gründlich gecheckt?
Bamberg (dpa/lby) - Ein unbeschwerter Familienausflug endet in einer Tragödie, als eine Familie in Franken von einem umstürzenden Baum getroffen wird - ein Bub stirbt, seine Schwester wird schwer verletzt. Das Landgericht Bamberg hat den Grundstücksbesitzer nun zu einer Geldstrafe verurteilt. Er muss 120 Tagessätze zu je 60 Euro bezahlen, das entspricht 7.200 Euro.
In erster Instanz hatte das Amtsgericht Forchheim den Mann noch zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung in zwei Fällen. Außerdem sollte er an Mutter und Tochter der betroffenen Familie jeweils 35.000 Euro bezahlen.
In der jetzigen Instanz vor dem Landgericht stimmten der Angeklagte und die Mutter des toten Jungen nun einem Vergleich zum Schmerzensgeld zu: Demnach zahlt der Mann je 28.000 Euro an die Mutter und die Schwester.
Die Familie hatte im Juni 2023 einen Ausflug gemacht und wanderte auf einer beliebten Route im Landkreis Forchheim. Eine abgestorbene Esche stürzte dabei auf den Weg - der damals acht Jahre alte Bub wurde getroffen und so schwer verletzt, dass er starb.













