Louvre-Direktorin Laurence des Cars tritt zurück
ZDF
Nach mehreren Skandalen im Louvre tritt Direktorin Laurence des Cars zurück. Der Élysée-Palast spricht von einem "Akt der Verantwortung".
Nach Ticketbetrug, Streiks und Sicherheitslücken im Louvre tritt Direktorin Laurence des Cars zurück. Der Élysée-Palast spricht von einem "Akt der Verantwortung". Rund vier Monate nach dem Einbruch im Louvre und einer Reihe weiterer Missstände hat die Direktorin des Museums ihren Rücktritt eingereicht. Wie der Élysée-Palast in Paris mitteilte, nahm Frankreichs Präsident Emmanuel Macron das Rücktrittsgesuch von Laurence des Cars an. Der Élysée schrieb in einer Mitteilung von einem "Akt der Verantwortung". Dieser erfolge in einem Moment, in dem das meistbesuchte Museum der Welt zur Ruhe kommen müsse und neue Impulse brauche, um die großen Herausforderungen mit Blick auf Sicherheit und Modernisierung anzugehen. Macron danke des Cars für ihr Engagement der vergangenen Jahre. Des Cars hatte 2021 den Posten der Louvre-Direktorin übernommen. Macron schlug nun vor, ihr im Rahmen der laufenden französischen G7-Präsidentschaft eine Mission zur Zusammenarbeit großer Museen anzuvertrauen. Seit Monaten reiht sich eine Negativschlagzeile zu Vorgängen in dem prestigeträchtigen Museum an die nächste. Zuletzt sorgte der Louvre mit dem Verdacht auf einen großangelegten, zehn Jahre andauernden Ticketbetrug für Aufsehen. Fahnder nahmen neun Menschen fest und beschlagnahmten mehr als 1,4 Millionen Euro. Nicht nur das Sicherheitskonzept zeigt Lücken, auch gab es mehrfach Überschwemmungen im Museum, bei denen auch eine Deckenmalerei und Bücher beschädigt worden sein sollen. Zudem sind die Beschäftigten des Louvre unzufrieden: Im Dezember kam es zu Teilarbeitsniederlegungen und einer vier Tage andauernden vollständigen Schließung. Die Angestellten fordern mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen, ein Ende prekärer Vertragsarbeit und des Outsourcings - und nicht zuletzt Investitionen in die Gebäude und technische Ausstattung.













