Lohnabstand zwischen Geschlechtern wird kleiner
ZDF
Die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern ist weiter geschrumpft. Allerdings liegt Deutschland immer noch deutlich über dem EU-Durchschnitt.
Die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern ist laut einer Studie weiter geschrumpft. Allerdings liegt Deutschland immer noch deutlich über dem EU-Durchschnitt. Der Lohnabstand zwischen den Geschlechtern ist in Deutschland weiter geschrumpft, klafft aber immer noch auseinander. Wie eine Untersuchung vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zeigt, lag der "Gender Pay Gap" im vergangenen Jahr bei 15,6 Prozentpunkten. Der durchschnittliche Brutto-Stundenverdienst betrug für Männer 26,34 Euro, für Frauen 22,24 Euro. Zehn Jahre zuvor betrug der Lohnabstand der Untersuchung zufolge noch 22,3 Prozentpunkte, der durchschnittliche Brutto-Stundenverdienst unterschied sich um 4,43 Euro. Der schrumpfende Abstand seit 2014 sei erfreulich, dennoch liege Deutschland weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt von zwölf Prozentpunkten, erklärten die Autoren zum "Equal Pay Day" am 8. März. Der schrumpfende Lohnabstand dürfe zudem nicht darüber hinwegtäuschen, dass nur knapp die Hälfte aller abhängig beschäftigten Frauen die eigene Existenz langfristig aus eigenem Erwerbseinkommen sichern kann, hieß es. Dies gelinge immerhin drei Vierteln der abhängig beschäftigten Männer. Ein langfristig existenzsicherndes Erwerbseinkommen für sich selbst und zusätzlich noch ein Kind zu erzielen, gelinge sogar nur rund einem Drittel der abhängig beschäftigten Frauen sowie rund der Hälfte der Männer. Zudem summieren sich die geringeren Einkommen von Frauen über den Lebensverlauf hinweg, wie die Autoren unterstrichen. Trotz eines allmählichen Rückgangs in den letzten drei Jahrzehnten sei daher der Abstand zwischen den Altersbezügen von Männern und Frauen, der sogenannte "Gender Pension Gap", immer noch groß: Im Jahr 2023 erhielten Frauen im Durchschnitt eine um 43 Prozent niedrigere Alterssicherung als Männer.













