Jung und Terrorist: "Letzte Verteidigungswelle" vor Gericht
ZDF
In Hamburg startet der Prozess um die rechtsextremistische Terrorvereinigung "Letzte Verteidigungswelle". Der jüngste Angeklagte ist erst 14.
In Hamburg startet heute ein Prozess um eine rechtsextremistische Terrorvereinigung, die sich "Letzte Verteidigungswelle" nennt. Der jüngste Angeklagte ist erst 14 Jahre alt. Es ist kein alltäglicher Prozess, der am Vormittag vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamburg beginnen wird. Acht junge Männer sind angeklagt: Benjamin H., Ben-Maxim H., Devin K., Jerome M., Lenny M., Jason R., Claudio S. und Justin W. Die Anklage führt die Bundesanwaltschaft, die oberste Anklagebehörde Deutschlands. Der jüngste Angeklagte war zum Zeitpunkt der Taten 14 Jahre alt, der älteste bei seiner Festnahme 21 Jahre. Der schwerwiegendste Anklagevorwurf gegen die jungen Männer: Die Mitgliedschaft oder im Fall von Jerome M. die Unterstützung einer inländischen terroristischen Vereinigung. Dabei sollen Benjamin H., Lenny M. und Jason R. als Rädelsführer agiert haben, so die Anklage. Das OLG Hamburg hat für das Verfahren die Öffentlichkeit erst einmal zugelassen. Es ist aber gut möglich, dass der Prozess gerade wegen des jungen Alters der Angeklagten in seinem Fortgang hinter geschlossenen Türen weitergeht. Dabei ist das, was die Bundesanwaltschaft zusammengetragen hat, eigentlich gar nicht jugendtypisch. Der Prozess soll daher auch Antworten auf die Fragen geben, wie Jugendliche so früh zu mutmaßlichen Terroristen werden konnten. Und: Welche Rolle spielten dabei rechte Ideologien, gesellschaftliche Radikalisierungstendenzen und soziale Netzwerke?













