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Irans Oberster Führer soll Milliardenvermögen auch in Deutschland versteckt haben

Irans Oberster Führer soll Milliardenvermögen auch in Deutschland versteckt haben

n-tv
Friday, March 13, 2026 06:07:31 PM UTC

Modschtaba Chamenei, seit wenigen Tagen Irans neues Oberhaupt, besitzt wohl ein riesiges Vermögen, das er im Ausland versteckt. In Deutschland sollen ihm über einen Strohmann zwei Luxushotels gehören.

Modschtaba Chamenei, seit wenigen Tagen Irans neues Oberhaupt, besitzt wohl ein riesiges Vermögen, das er im Ausland versteckt. In Deutschland sollen ihm über einen Strohmann zwei Luxushotels gehören.

Das Hilton Frankfurt Gravenbruch ist nicht irgendein Hotel. Die Geschichte des Hauses, einst im Besitz der Grafen von Schönborn, reicht mehr als 400 Jahre zurück. In jüngerer Zeit gehörte die Luxusanlage lange zur Kempinski-Gruppe. Politiker und Promis wie Bill Clinton, Michael Gorbatschow und Arnold Schwarzenegger übernachteten hier. Auch die deutsche Fußballnationalmannschaft nutzt das Hotel, das seit 2024 vom Hilton-Konzern gemanagt wird. Der tatsächliche Eigentümer ist mehreren übereinstimmenden Berichten zufolge allerdings der Mann, der seit wenigen Tagen geistiges Oberhaupt des Iran ist: Modschtaba Chamenei.

Der 59-jährige Chamenei folgte seinem am 28. Februar durch einen amerikanisch-israelischen Raketenangriff getöteten Vater als oberster Führer der Islamischen Republik nach. In dieser Funktion herrscht er offiziell über ein gigantisches Wirtschaftsimperium im eigenen Land: die Organisation Setad. Dieses Geflecht aus Dutzenden Unternehmen in fast allen Bereichen der iranischen Wirtschaft, wurde einst aus im Rahmen der Revolution enteigneten Firmen gegründet und hat einen geschätzten Gesamtwert von bis zu 95 Milliarden Dollar. Wie schon sein Vater und dessen Vorgänger, Revolutionsführer Ayatollah Khomeini, kann Modschtaba  auf die Mittel von Setad zu politischen Zwecken direkt zugreifen, ohne Kontrolle des Parlaments. Anders als seine Vorgänger verfügt Irans Staatsoberhaupt allerdings daneben über einen gigantischen, privaten Reichtum, den er über Jahre mithilfe von Schein-Firmen und Strohleuten unter Umgehung internationaler Sanktionen in den Westen gebracht hat.

Ein Teil des hauptsächlich aus Immobilien bestehenden Geschäftsimperiums soll - zumindest bis Stand Ende vergangenen Jahres - das Hilton Frankfurt Gravenbruch sein. Daneben werden auch das Hilton Frankfurt City Centre sowie unter anderem Luxusimmobilien in London und den Vereinigten Arabischen Emiraten Chamenei zugerechnet. Das geht aus Dokumenten wie Handelsregister- und Grundbuchauszügen hervor, die Recherchen der "Financial Times" und von "Bloomberg" zugrunde liegen. Wie groß sein Gesamtvermögen ist, scheint unklar. Schätzungen reichen bis zu mehreren Milliarden Dollar.

Der Name Chamenei taucht in diesen Dokumenten allerdings nicht direkt auf. Der Besitz ist in dutzenden von Firmen organisiert, das Geld dafür floss über unzählige Konten in zahlreichen Ländern. Dabei taucht immer wieder der Name von Ali Ansari auf, einem iranischen Geschäftsmann, der den Berichten zufolge als Chameneis Strohmann fungiert. "Modschtaba hat Mehrheitsanteile an verschiedenen Unternehmen im ganzen Iran und im Ausland", zitiert Bloomberg den Iran-Experten Farzin Nadimi vom Thinktank "The Washington Institute for Near East Policy". Eine Analyse des finanziellen Netzwerks der Chamenei-Familie zeigte, dass "Ali Ansari der Hauptverwalter von Modschtabas Konten und damit einer der einflussreichsten Oligarchen im Iran sei. Großbritannien hat Ansari vergangenes Jahr wegen Korruptionsvorwürfen auf eine Sanktionsliste gesetzt. Sowohl in den USA als auch in der EU ist dies jedoch nicht der Fall.

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