
IEA plant bislang größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten
n-tv
Der Iran-Krieg belastet die Ölpreise massiv. Die Nutzung von strategischen Ölreserven rückt in den Fokus. Berichten zufolge schlägt die Internationale Energieagentur eine historische Freigabe vor.
Der Iran-Krieg belastet die Ölpreise massiv. Die Nutzung von strategischen Ölreserven rückt in den Fokus. Berichten zufolge schlägt die Internationale Energieagentur eine historische Freigabe vor.
Die Internationale Energieagentur (IEA) erwägt die größte Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte, um die wegen des US-israelischen Krieges mit dem Iran gestiegenen Rohölpreise zu senken. Die geplante Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach Russlands Invasion der Ukraine auf den Markt brachten, berichtete das "Wall Street Journal" und verwies auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der Vorschlag sei bei einer Sondersitzung der 32 IEA-Mitglieder unterbreitet worden, berichtete das "Wall Street Journal". Eine Entscheidung werde für Mittwoch erwartet.
"Auf den Ölmärkten haben sich die Bedingungen in den vergangenen Tagen verschlechtert", betonte der IEA-Vorsitzende Fatih Birol. Dies erkläre sich durch die Probleme beim Transit durch die Straße von Hormus sowie durch die Einschränkung der Ölproduktion. Die Mitgliedsländer der IEA verfügten derzeit über 1,2 Milliarden Barrel Ölreserven. Hinzu kämen weitere 600 Millionen Barrel industrieller Vorräte.
In den vergangenen Tagen hatten sich Rufe gemehrt, strategische Ölreserven zu nutzen, um Preisanstiege zu verhindern. Die Vorsitzende des Rats der sogenannten Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, sagte, die strategischen Ölreserven der G7-Staaten seien "genau für solche Krisensituationen" wie aktuell aufgebaut worden. Sie seien schon in früheren Krisensituationen eingesetzt worden, um die Preise zu stabilisieren, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Der Anstieg der Öl- und Gaspreise fällt laut dem DIW deutlich geringer aus als nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Doch Autofahrer spüren den Iran-Krieg längst an der Tankstelle. Wie sehr er die deutsche Konjunktur belastet, bewerten Ökonomen unterschiedlich. Vor allem ein Punkt macht ihnen Sorgen.

Ugur Sahin und Özlem Türeci entwickelten mit dem von ihnen gegründeten Unternehmen Biontech in der Corona-Pandemie einen Impfstoff. Doch bis Ende des Jahres soll für sie beim Biotechnologie-Konzern in Mainz Schluss sein. Sie haben neue Pläne, bei denen sie erneut mRNA-Technologien einbringen wollen.











