
UBS wehrt sich gegen Holocaust-Klagen
n-tv
Mit der Übernahme der Credit Suisse holt sich die UBS auch deren Historie ins Haus. Bei einer Untersuchung werden neue Nazi-Verbindungen der Bank entdeckt. Die UBS versucht nun, weitere Klagen vor einem US-Gericht zu verhindern.
Mit der Übernahme der Credit Suisse holt sich die UBS auch deren Historie ins Haus. Bei einer Untersuchung werden neue Nazi-Verbindungen der Bank entdeckt. Die UBS versucht nun, weitere Klagen vor einem US-Gericht zu verhindern.
Die Schweizer Großbank UBS hat einen US-Richter aufgefordert, sie vor neuen Klagen im Zusammenhang mit dem Holocaust zu schützen. Diese könnten sich aus einer Untersuchung der Aktivitäten der übernommenen Credit Suisse während des Zweiten Weltkriegs ergeben.
Ein Anwalt der UBS bat den zuständigen Richter in Brooklyn um eine Klarstellung, dass ein Vergleich aus dem Jahr 1999 über 1,25 Milliarden Dollar "alle Ansprüche - vergangene, gegenwärtige und zukünftige" im Zusammenhang mit dem Holocaust abdecke.
Der Antrag erfolgte, nachdem eine 2020 von der Credit Suisse selbst in Auftrag gegebene Untersuchung weitere Verbindungen der Bank zu den Nationalsozialisten aufgedeckt hatte. Darunter waren 890 Konten mit möglichen Nazi-Verbindungen. Darunter befinden sich Konten des wirtschaftlichen Arms der Schutzstaffel (SS) Adolf Hitlers, die für zahlreiche Verbrechen der Nationalsozialisten verantwortlich war, sowie einer deutschen Rüstungsfirma.
Das Simon Wiesenthal Center, eine jüdische Menschenrechtsorganisation, widersprach dem Antrag der UBS. Eine Anwältin des Centers warf der UBS vor, die Meinungsfreiheit zu verletzen und den Vergleich nachträglich ausweiten zu wollen.

Ugur Sahin und Özlem Türeci entwickelten mit dem von ihnen gegründeten Unternehmen Biontech in der Corona-Pandemie einen Impfstoff. Doch bis Ende des Jahres soll für sie beim Biotechnologie-Konzern in Mainz Schluss sein. Sie haben neue Pläne, bei denen sie erneut mRNA-Technologien einbringen wollen.












