
Autokrise? BMW zeigt, wie es besser geht
n-tv
Schwaches China-Geschäft, teure Elektrowende, Zolleskapaden in den USA: Deutschlands Autobauer stecken in einer schwierigen Phase. Doch während Mercedes-Benz und Volkswagen deutlich stärker unter Druck geraten, wirkt BMW erstaunlich stabil. Der Grund ist simpel.
Schwaches China-Geschäft, teure Elektrowende, Zolleskapaden in den USA: Deutschlands Autobauer stecken in einer schwierigen Phase. Doch während Mercedes-Benz und Volkswagen deutlich stärker unter Druck geraten, wirkt BMW erstaunlich stabil. Der Grund ist simpel.
Die deutsche Autobranche erlebt gerade einen bitteren Realitätscheck. Gewinne? Schmelzen weg. China-Geschäft? Schwächelt. Und die Nachfrage nach Elektroautos? Wächst zwar - aber längst nicht so schnell, wie viele Autobosse noch vor Jahren Glauben machen wollten. Und doch zeigt sich ein Unterschied: Bei BMW brechen die Gewinne auffallend geringer ein als bei der Konkurrenz in Stuttgart und Wolfsburg.
Zufall? Nein. Während andere Hersteller deutlich stärker auf reine Elektrofahrzeuge setzten, machte es BMW anders. Die Münchner redeten den Verbrenner-Fahrzeugen nie lautstark das Wort - hüteten sich aber auch davor, die schnelle vollelektrische Zukunft auszurufen. Sie propagierten Wahlfreiheit: bewarben Verbrenner, Plug-in-Hybride und Elektroautos parallel.
Eine flexible Technik ermöglichte das. Viele BMW-Modelle werden auf Plattformen gebaut, die verschiedene Antriebe zulassen. Auf derselben Basis entstehen Verbrenner, Hybride und Elektroautos, beim 3er zum Beispiel, oder beim elektrischen i4.
Das hat einen großen Vorteil. Wenn sich die Nachfrage anders entwickelt als erwartet, muss BMW seine Strategie nicht neu erfinden.

Der Anstieg der Öl- und Gaspreise fällt laut dem DIW deutlich geringer aus als nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Doch Autofahrer spüren den Iran-Krieg längst an der Tankstelle. Wie sehr er die deutsche Konjunktur belastet, bewerten Ökonomen unterschiedlich. Vor allem ein Punkt macht ihnen Sorgen.

Ugur Sahin und Özlem Türeci entwickelten mit dem von ihnen gegründeten Unternehmen Biontech in der Corona-Pandemie einen Impfstoff. Doch bis Ende des Jahres soll für sie beim Biotechnologie-Konzern in Mainz Schluss sein. Sie haben neue Pläne, bei denen sie erneut mRNA-Technologien einbringen wollen.











