
"In der Gastronomie rollt die nächste Pleitewelle"
n-tv
Kostenschock, Konsumflaute, Existenzangst: Die Osterfeiertage werden der Gastronomie kaum Entlastung bringen, warnt Michael Ottenbacher. Im Interview mit n-tv.de spricht der Ökonom über den Kollaps der Gastronomie, die Folgen des Iran-Kriegs und Strategien zum Überleben.
Steigende Energiepreise aufgrund des Iran-Kriegs, zurückhaltende Gäste vor Ostern, wachsende Existenzängste: Gastro-Ökonom Michael Ottenbacher erwartet, dass auch in diesem Jahr viele Gastronomen aufgeben werden. Er sieht aber nicht nur die Risiken. Neue Geschäftsmodelle, Zusatzangebote und mehr Effizienz könnten für einige Gastronomen immer noch ein rettender Anker sein, sagt Ottenbacher, Professor für Hotel- und Restaurantmanagement an der Hochschule Heilbronn.
ntv.de: Im Sommer sagten Sie, vielen Wirtshäusern werde "die Bude eingerannt". Die Hoffnung war, dass es zumindest in Teilen der Branche wieder aufwärtsgeht. Können Gastronomen über die Osterfeiertage auf gute Geschäfte hoffen?
Michael Ottenbacher: Das kommt sehr darauf an. Betriebe, die gutes und vor allem erschwingliches Essen anbieten, dürften über Ostern durchaus ordentlich ausgelastet sein. Insgesamt wird Ostern die Branche jedoch nicht entscheidend entlasten.
Im Jahr 2025 ist die Zahl der Insolvenzen bei Restaurants, Cafés und Bars im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent gestiegen. Damit ist der höchste Stand seit 2011 erreicht. Wie ist die Stimmung in der Branche aktuell?













