Hildesheimer Bischof Wilmer neuer Chef der Bischofskonferenz
ZDF
Die Bischofskonferenz hat eine neue Spitze: der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer. Die 64-Jährige gilt als Unterstützer des Synodalen Wegs.
Die Deutsche Bischofskonferenz hat einen neuen Vorsitzenden: der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer. Die 64-Jährige gilt als Unterstützer des Synodalen Wegs. Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Die katholischen Bischöfe bestimmten den 64-Jährigen bei ihrer Frühjahrsvollversammlung in Würzburg zum Nachfolger des Limburger Bischofs Georg Bätzing, der das Amt sechs Jahre lang innehatte. Wilmer steht seit 2018 an der Spitze des Bistums Hildesheim in Niedersachsen. Der Ordensmann aus dem Emsland gilt zwischen Konservativen und Reformern als Vermittler, der auf Beteiligung und Dialog setzt. Bundesweit profilierte sich Wilmer zuletzt mit gesellschaftspolitischen Stellungnahmen, etwa zu Demokratie, Sozialstaat und Klimaschutz. In der Bischofskonferenz leitete er bisher die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen. Wilmer zählt zu den Unterstützern des innerkirchlichen Reformprozesses, dem sogenannten Synodalen Weg. Wilmer sagte nach seiner Wahl, der Glaube sei "eine Quelle von Kraft". Es gehe ihm darum, das Evangelium zu verkünden. Die katholische Kirche habe eine schwere Krise hinter sich, sagte Wilmer mit Blick auf den Missbrauchsskandal. Kirche sei aber für viele Menschen ein wichtiger Anker. "Die katholische Kirche ist attraktiv", erklärte Wilmer. Der neue Chef der Bischofskonferenz äußerte zum vierten Jahrestag des Ukraine-Kriegs Solidarität mit den Menschen in dem Land. "Wir schauen heute am Jahrestag des russischen Angriffs auf eine Welt, die nach Frieden ruft - im Namen Gottes, dieser Krieg braucht ein Ende, jetzt." Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) würdigte die Wahl von Wilmer als positives Zeichen für innerkirchliche Zusammenarbeit und Veränderungen. Sie kenne Wilmer als einen "aufgeschlossenen, klugen und weltgewandten Gesprächspartner", dem daran liege, "Strukturreformen und geistliche Erneuerung miteinander zu verbinden", erklärte die EKD-Ratsvorsitzende, Bischöfin Kirsten Fehrs.













