Høiby-Prozess: Zeugin schildert Gewaltausbrüche
ZDF
Im Prozess gegen Marius Borg Høiby schildert eine Zeugin, die "Frogner-Frau", die gewalttätige Nacht, nach der die Ermittlungen ins Rollen kamen.
In Oslo wird der Prozess gegen Marius Borg Høiby fortgesetzt. Nun schildert die Hauptbelastungszeugin die Nacht, nach der die Ermittlungen gegen Mette-Marits Sohn ins Rollen kamen. "Viele haben sich gewundert, warum ich geblieben bin, warum ich nicht früher gegangen bin und warum ich überhaupt zurückgekommen bin", begann die Frau im Zeugenstand - die Frau, die in den Medien nach dem Osloer Stadtteil Frogner "Frogner-Frau" genannt wird. Sie kam im Herbst 2023 mit Marius Borg Høiby zusammen und hat - mit einigen Unterbrechungen - bis heute Kontakt zu ihm. 20 der inzwischen 40 Anklagepunkte, wegen derer der 29-Jährige in diesen Wochen vor Gericht steht, betreffen die "Frau aus Frogner", darunter Körperverletzung, Sachbeschädigung und Drohungen. In den ersten Wochen wurden vier Fälle von mutmaßlicher Vergewaltigung und ein Fall von häuslicher Gewalt gegen eine Ex-Freundin verhandelt. Diese Vorwürfe bestreitet Høiby größtenteils. Die Zeugin ist das sechste mutmaßliche Opfer, doch ihr Fall ist anders. Denn sie sei nicht "fertig" mit Marius Borg Høiby. In den letzten Monaten, bevor der Prozess Anfang Februar begann, wohnten sie zusammen. Zu Beginn ihrer Vernehmung erzählte die Frau, sie und Høiby hätten viel gemeinsam, unter anderem ein großes Bedürfnis nach Bestätigung und Angst, den anderen zu verlieren. Schon nach wenigen Wochen habe sie gemerkt, dass Marius oft Drogen nahm, schnell wütend wurde und gewalttätig war. Doch ihre Liebe sei stärker gewesen.













