
Erst soll er seine Oma erwürgt, dann ihren Selbstmord vorgetäuscht haben
Süddeutsche Zeitung
Die Großmutter unterstützt den arbeitslosen 24-Jährigen und gibt ihm Geld. Als sie mit Kontaktabbruch droht, soll der Enkel sie getötet haben. Im Mordprozess vor dem Münchner Landgericht schildert er sein schreckliches Vorgehen, um die Tat zu verschleiern.
Jonathan B. steht mächtig unter Strom. Sein Unterkiefer mahlt, er knetet unablässig seine Finger, der Fuß hört nicht auf zu wippen. Er würde lieber flankiert von seinen Verteidigern sitzen, einer links, einer rechts, aber die Schwurgerichtskammer unter dem Vorsitz von Elisabeth Ehrl lehnt das aus Sicherheitsgründen ab. Der Vorführbeamte der Polizei sagt, man müsse jederzeit von links und rechts auf ihn zugreifen können. Denn der erst 24-jährige Jonathan B. ist wegen Mordes angeklagt, sogar die besondere Schwere der Schuld steht im Raum: Er soll seine wohlhabende Großmutter getötet haben, heimtückisch, aus Habgier und um sie zu berauben. Er allerdings zeichnet das Bild einer despotischen Oma und spricht von einer Affekttat.













