
MVG wird Mittwoch und Donnerstag bestreikt – Notlösung für FC-Bayern-Fans
Süddeutsche Zeitung
Für zwei Tage will die Gewerkschaft Verdi den Münchner Nahverkehr weitgehend lahmlegen. Auf einigen Linien versucht die MVG trotzdem einen Betrieb zu ermöglichen – unter anderem auf einer für Fußballfans wichtigen Strecke.
An diesem Mittwoch und Donnerstag wird der öffentliche Nahverkehr in weiten Teilen Münchens stillstehen. Die Gewerkschaft Verdi hat bayernweit für Donnerstag im Tarifkonflikt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband zum Warnstreik aufgerufen. Zusätzlich erhöht die Gewerkschaft mit einem Ausstand von 11 Uhr am Mittwoch ausschließlich in München den Druck auf die Arbeitgeber.
Fans des FC Bayern und von Atalanta Bergamo dürften vom Streik kaum betroffen sein. Die MVG kündigt an, trotz der Arbeitsniederlegung am Mittwochabend eine Notlösung für die Anreise zur Allianz-Arena anbieten zu wollen: Auf den Linien der U3 und U6 soll schrittweise der Betrieb aufgebaut werden – insbesondere zwischen der Innenstadt und Fröttmaning. Die genaue Taktung hänge von der Verfügbarkeit von Fahrern ab, teilt die MVG mit.
Bereits während des Warnstreiks Anfang Februar war es der MVG gelungen, vor dem Pokal-Viertelfinale der Bayern gegen RB Leipzig die U6 nach Fröttmaning mit einer hohen Taktung aufs Gleis und die Fans somit rechtzeitig zur Arena zu bringen.
Nicht wenige hatten damals den Verdacht geäußert, dies sei ein Zugeständnis der MVG an den FC Bayern gewesen. Die Verkehrsgesellschaft indes begründete die Inbetriebnahme damit, dass die U6 Münchens meistgenutzte U-Bahn sei und während Streiks immer als Erste in Betrieb gehe, sobald ausreichend Personal zur Verfügung stehe. Ähnlich verhält es sich bei der Tram: Sobald ausreichend Fahrer den Dienst antreten, wird zunächst die Linie 20 - die meist frequentierte im Netz – wieder anlaufen.
Als Alternative bietet der FC Bayern ab 17.30 Uhr einen Bus-Shuttle-Service von der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke bis Kieferngarten an. Von dort aus ist die Allianz-Arena fußläufig zu erreichen. Nach der Partie fahren die Busse von Kieferngarten bis zum Stachus.













