
Ein Amtsinhaber, zwei Herausforderer – das OB-Triell der SZ
Süddeutsche Zeitung
Wie lauten die Antworten der drei aussichtsreichsten Kandidaten auf die drängendsten Fragen Münchens? Kurz vor der Wahl treffen Dieter Reiter, Dominik Krause und Clemens Baumgärtner aufeinander – zu sehen auch im Livestream.
Zwei Wochen vor der Wahl treffen die aussichtsreichsten OB-Kandidaten beim Triell der Süddeutschen Zeitung aufeinander. Im Residenztheater am Max-Joseph-Platz nehmen Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der Zweite Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) und der ehemalige Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) am Sonntag von 11 Uhr an bei einer Podiumsdiskussion Stellung zu den drängendsten Themen der Stadt – Wohnen, Verkehr und Finanzen.
Moderiert wird die Veranstaltung unter dem Titel „SZ im Dialog: München vor der Wahl“ von Ulrike Heidenreich und René Hofmann, den beiden Ressortleitern für München, die Region und Bayern. Die Tickets sind ausgebucht, Interessierte können sie aber online im Livestream auf www.sz.de verfolgen. Das sind die drei Kandidaten:
Dass sich der Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) am 8. März erneut zur Wahl des Münchner Oberbürgermeisters stellen kann, hat er ironischerweise dem CSU-Ministerpräsidenten Markus Söder zu verdanken: Der initiierte vor drei Jahren, dass die Altersgrenze für Landräte und Bürgermeister in Bayern aufgehoben wurde; bis dahin durften sie beim Amtsantritt nicht älter als 66 Jahre sein. Die Gesetzesänderung eröffnete dem inzwischen 67 Jahre alten Reiter die Möglichkeit, in diesem Jahr ein weiteres Mal anzutreten.
34 Fragen zum Durchklicken – und am Ende ein Ergebnis: Mit dem SZ-Wahlcheck finden Sie heraus, welche Partei bei der Kommunalwahl in München Ihrer Meinung am nächsten kommt.
Seine erste Amtszeit begann 2014, die zweite 2020 – beide Male setzte er sich jeweils in der Stichwahl gegen Konkurrenz aus der CSU durch, erst gegen Josef Schmid, dann gegen Kristina Frank. Als Reiter 2014 die Nachfolge seines Parteikollegen Christian Ude übernahm, der damals noch aus Altersgründen nicht mehr kandidieren konnte, beendete er eine fast 25 Jahre bestehende rot-grüne Koalition im Stadtrat und regierte mit einer schwarz-roten Mehrheit. Weil die Grünen 2020 stärkste Fraktion wurden und mit den Christsozialen keine Mehrheit mehr möglich war, stand Reiter in den vergangenen sechs Jahren wieder einem Bündnis mit den Grünen vor, diesmal mit seiner SPD als Juniorpartner. Er hat den Koalitionspartner freilich oft spüren lassen, dass er mit der CSU glücklicher wäre.













