
Die volle ESC-Dröhnung bis der Bergdoktor kommt
n-tv
Die gute Nachricht: Im Vorentscheid zum Eurovision Song Contest weht tatsächlich ein frischer Wind. Die schlechte: Man kann die Show getrost als überambitioniert bezeichnen. Und das Ergebnis: Favoritin Sarah Engels gewinnt das Ding und vertritt Deutschland in Wien.
Die gute Nachricht: Im Vorentscheid zum Eurovision Song Contest weht tatsächlich ein frischer Wind. Die schlechte: Man kann die Show getrost als überambitioniert bezeichnen. Und das Ergebnis: Favoritin Sarah Engels gewinnt das Ding und vertritt Deutschland in Wien.
Beim Eurovision Song Contest (ESC) hat es gerumst. Und das gleich in doppelter Hinsicht. International angesichts des Streits um die Teilnahme Israels, der zum Boykott der diesjährigen Veranstaltung in Wien durch mehrere Länder geführt hat. Und auf nationaler Ebene, da der Norddeutsche Rundfunk (NDR) nach drei Jahrzehnten seine Zuständigkeit - mal mit und mal ohne Stefan Raab im Sozius - 2026 an den Südwestrundfunk (SWR) abgetreten hat.
Im Südwesten der Republik kann man ja bekanntlich alles außer Hochdeutsch. Wäre doch gelacht, wenn das nicht auch für einen ansprechenden ESC-Vorentscheid gelten würde. Und so schickten sich die neuen ESC-Hoffnungsträger in der ARD tatsächlich an, eine kräftige Brise frischen Wind durch die Show zu pusten. Und damit ist in erster Linie nicht die Windmaschine gemeint, die die blonde Mähne von Kandidat wavvyboi bei seinem Auftritt durcheinanderwirbelte.
Nein, es fängt vielmehr bei Moderatorin Barbara Schöneberger an. In den gefühlt ebenfalls drei Jahrzehnten, in denen sie den Vorentscheid bereits moderiert (eigentlich macht sie das mit zwei Unterbrechungen allerdings erst seit 2014), gab es wohl noch kein modisches Knallbonbon, in das sie sich nicht gehüllt hätte. Und diesmal: eine schwarze Kunstlederrobe, die zwar farblich nicht im Auge explodierte, dafür aber beim Gehen derart knarzte, dass Co-Moderatorin Hazel Brugger die Kollegin schon von Weitem anpirschen hörte.
Denn genau: Schöneberger blieb dem Vorentscheid zwar auch bei der SWR-Premiere erhalten, mit Brugger, die im vergangenen Jahr bereits zum Moderationstrio beim ESC in Basel gehört hatte, bekam sie jedoch ein zweites blondes Gift zur Seite gestellt. Und siehe da: Die deutsch-schweizer Comedy-Granate stahl der deutschen Allzweckwaffe für Samstagabendunterhaltung ein ums andere Mal regelrecht die Show. Vielleicht nicht mit ihrem ebenfalls ganz schwarzen Hosenanzug, aber sehr wohl mit der einen oder anderen Pointe.

Judith Hoersch ist Schauspielerin. Mit "Niemands Töchter" ist ihr ein Hit gelungen. Und das, obwohl sie zwischen Bayern und Berlin pendelt, eine kleine Tochter hat und sehr viel arbeitet. Hoersch spielt die Hebamme "Lena Lorenz" in einer erfolgreichen Serie, in der es ums Kinderkriegen und -haben geht. Genau wie in ihrem ersten Roman.












