
Das nervtötende Geräusch dieser Olympischen Spiele
n-tv
Drohnen bei Olympischen Spielen polarisieren: Das nervtötende Geräusch sorgt für Wirbel
Die Olympischen Spiele sind nicht nur sportlich eine ständige Weiterentwicklung, sondern auch technisch. Via Drohnen bekommen die TV-Zuschauer fantastische Bilder. Sie müssen dafür auch einiges ertragen.
Bernd Schmelzer war nahezu verzweifelt. Fast schon fassungslos. Kann das nicht aufhören? Muss das denn sein? Was ist denn mit der Künstlichen Intelligenz, kann die nicht etwas dagegen tun? Mensch, dieses ständige Surren! Der ARD-Mann kommentierte gemeinsam mit Felix Neureuther einen der Höhepunkte der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina: die Abfahrt der Frauen. Das Schicksalsrennen der amerikanischen Ski-Queen Lindsey Vonn, die Sensationsgeschichte der Deutschen Emma Aicher.
Als wäre das alles nicht spektakulär genug, gibt es bei diesen Winterspielen dieses Surren, das alles noch aufregender macht. Egal, ob Abfahrt, Slalom, Bob-Rennen, Rennrodeln oder Biathlon: Fast alle Wettbewerbe in Mailand/Cortina werden von einer Vielzahl an sogenannten First-Person-View-Drohnen begleitet. Nervtötenden, Süßspeisen jagenden Wespen gleich, verfolgen die technischen Hilfsmittel die Athletinnen und Athleten. Und ähnlich wie die Insekten erkennt man die Drohnen an ihrem alles übertönenden hochfrequenten Surren. Und das ist vor allem am Bildschirm kaum auszublenden.
Vor so manchem TV-Gerät weckt es Erinnerungen an längst vergangene Zeiten: an die Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Erstmals machte der WM-Zirkus Station auf dem afrikanischen Kontinent. Doch aus Südafrika blieb nicht der erste WM-Auftritt des Raumdeuters Thomas Müller im kollektiven Gedächtnis, ebenso wenig die Wembley-Revanche des DFB-Teams beim 4:1-Achtelfinalsieg gegen England mit einem regulären, aber vom Schiedsrichter ignorierten Treffer der Three Lions. Vielmehr war es das Geräusch, das damals den TV-Experten Günter Netzer völlig wahnsinnig macht: die Vuvuzelas. Laut und monoton überstrahlten sie jede Übertragung - und bildeten den Klangteppich, auf dem Spanien mit einem Kurzpassfeuerwerk Weltmeister wurde.
Klar, nun hinkt der Vergleich zwischen den Drohnen und dem südafrikanischen Plastik-Instrument, das die UEFA in Europa dann später verboten hat. Denn die Geräusche der fliegenden Kameras sind zwar unfassbar nervig, liefern aber einen enormen Mehrwert. Gerade Sportarten, bei denen es um Geschwindigkeit geht, litten bislang daran, das enorme Tempo in die Wohnzimmer der Menschen zu transportieren. Durch den Einsatz der Drohnen bekommen die TV-Zuschauer einen faszinierenden Eindruck von den absurden Geschwindigkeiten und weiten Sprüngen beim Skifahren, von der Raserei durch den engen Eiskanal. Das transportiert in Echtzeit das wahnsinnige Risiko, dem sich die Sportler aussetzen. Die Disziplinen werden lebendiger, sie werden nahbarer.

Aktuell scheint es kaum vorstellbar, dass Iran trotz der sportlichen Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 teilnimmt. Das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko beginnt in weniger als 100 Tagen. FIFA-Präsident Gianni Infantino aber beschwichtigt nach einem Treffen mit US-Präsident Trump.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada wirft längst ihre Schatten voraus. Besonders die breitbeinige Politik der US-Regierung um Präsident Donald Trump. Diese übt auch Einfluss auf den Sport aus. Das zeigt sich jetzt bei einem Vorfall vor einem Spiel in der nordamerikanischen Champions League.











