
Asylbewerberzahl in Bayern zu Jahresbeginn mehr als halbiert
n-tv
Zehn Jahre nach der großen Flüchtlingswelle 2015 spricht niemand mehr von "Willkommenskultur". Die Zahlen gehen zurück. Und die CSU will mehr abgelehnte Asylbewerber aus dem Land bringen.
München (dpa/lby) - Die Zahl der in Bayern ankommenden Asylbewerber hat sich in den ersten drei Monaten des Jahres mehr als halbiert. Von Anfang Januar bis Ende März beantragten 3.570 Menschen Asyl im Freistaat, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mitteilte. Im ersten Quartal 2024 waren es mit 7.573 noch mehr als doppelt so viele gewesen.
Herrmann führte die Entwicklung unter anderem auf die Grenzkontrollen zurück. "Das ist für uns ein Ansporn, uns weiter dafür einzusetzen, dass die Migrationszahlen dauerhaft auf ein deutlich niedrigeres Niveau zurückgehen."
Abgesehen davon verließen in den ersten drei Monaten mehr abgelehnte Asylbewerber Bayern als neu im Freistaat ankamen. 3.398 Menschen reisten aus, weitere 941 wurden abgeschoben. Herrmann wertete die Entwicklung als "wichtige Schritte hin zu einer Wende in der Migrationspolitik".
