Angriff auf Journalisten: Staatsanwaltschaft ermittelt
ZDF
Im thüringischen Fretterode werden Journalisten bei ihrer Arbeit angegriffen. Es ist nicht das erste Mal, dass der kleine Ort für Aufsehen sorgt.
Im thüringischen Fretterode werden Journalisten bei ihrer Arbeit angegriffen - die Staatsanwaltschaft ermittelt. Es ist nicht das erste Mal, dass der kleine Ort für Aufsehen sorgt. Nach einem Angriff auf Journalisten im nordthüringischen Fretterode am Mittwochabend ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Noch am Abend war die Wohnung der beiden Tatverdächtigen - ein 56-Jähriger und sein 22-jähriger Sohn - durchsucht worden. Bei mehreren sichergestellten Gegenständen prüften die Ermittler nun, ob sie in strafrechtlicher Weise gegen das Waffengesetz verstoßen, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mühlhausen. Die Polizei hatte zunächst von "mehreren Zufallsfunden" gesprochen. Die beiden Beschuldigten sollen ersten Ermittlungen zufolge am Abend ein dreiköpfiges Team aus Journalisten angegriffen und leicht verletzt haben, betonte der Sprecher weiter. Dabei sollen sie Pfefferspray eingesetzt haben. Der Spiegel-Verlag bestätigte inzwischen, dass es sich bei den Betroffenen um ein Team von "Spiegel TV" handelt. Demnach hätten zwei der drei Journalisten durch den Einsatz des Reizgases, aber auch durch Schläge Verletzungen davongetragen. "Spiegel TV" habe Anzeige bei der Polizei erstattet. Das Team habe im Rahmen einer Recherche über "rechtsextreme Strömungen und Gruppierungen in Deutschland" vor Ort Dreharbeiten durchgeführt. "Unser Team ging dabei seiner üblichen redaktionellen Arbeit nach", erklärte die Sprecherin.













