Als der Palast der Republik weichen musste
ZDF
Der Palast der Republik stand für vieles in der DDR: Volkskammer, Repräsentation, Spaß für Bürger. Vor 20 Jahren begann der Rückbau des Gebäudes.
Der Palast der Republik im damaligen Ost-Berlin stand für vieles in der DDR: Volkskammer, Repräsentation, Spaß für DDR-Bürger. Vor 20 Jahren begann der Rückbau des Gebäudes. Im Februar 2006 rollten die Bagger an, um den Palast der Republik abzubauen. Erst wenige Wochen zuvor hatte der Bundestag mit großer Mehrheit den Abriss endgültig beschlossen. Mit dem Palast der Republik verschwand erneut ein Repräsentationsbau aus der Berliner Stadtmitte. 1950 war an dieser Stelle auf Anordnung der Staatsführung der DDR das im Krieg beschädigte Stadtschloss der Hohenzollern gesprengt worden. Der Palast der Republik war alles in einem: Er beheimatete die Volkskammer, dort wurden auch DDR-Staatsgäste empfangen, und er verfügte über einen großen Saal für Veranstaltungen. Bis zu 5.000 Menschen kamen, um die Show "Ein Kessel Buntes" zu sehen, linientreue Bürger bekamen Tickets für die Auftritte bekannter West-Künstler wie Udo Lindenberg. In den 13 Restaurants, den Bars, der Disco, der Bowlingbahn herrschte reger Betrieb. Im April 1976 war der Palast der Republik mit einer Gala eröffnet worden. Brigitte Fahlisch, damals Bauleiterin, war mit dabei und erinnert sich heute: Politiker und Bauarbeiter feierten, obwohl schon damals viele wussten, dass hinter den Mauern des neuen Gebäudes Unheil lauerte. Brigitte Fahlisch erinnert sich:













