Zukunft von Berlinale-Chefin Tuttle nach Krisensitzung offen
ZDF
Bei einer Krisensitzung zur Berlinale ist keine Entscheidung zur Zukunft von Festival-Chefin Tuttle gefallen. Die Gespräche würden fortgesetzt.
Bei einer Krisensitzung zur Berlinale ist keine Entscheidung zur Zukunft von Festival-Chefin Tricia Tuttle gefallen. Die Gespräche würden fortgesetzt, hieß es nach dem Treffen. Eine Sondersitzung des Berlinale-Aufsichtsrats zur künftigen Ausrichtung der Berlinale hat zunächst keine Folgen für Intendantin Tricia Tuttle. Ein Sprecher von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer teilte lediglich mit: Weimer hatte die Sondersitzung einberufen, um die Vorkommnisse während der am vergangenen Wochenende zu Ende gegangenen Berlinale aufzuarbeiten, wie es hieß. So gab es während des Festivals wiederholt Solidaritätsbekundungen mit Gaza. Bei der Preis-Gala war es dann am Samstagabend zum Eklat gekommen. Der syrisch-palästinensische Filmemacher Abdallah Alkhatib warf der Bundesregierung in einer Dankesrede vor, "Partner des Völkermords in Gaza" zu sein. Andere Preisträger hatten sich bei der Veranstaltung ebenfalls mit den Palästinensern solidarisiert und Israel kritisiert. Auch ein Foto der Festivalleitung mit Filmschaffenden, auf dem eine palästinensische Flagge zu sehen ist, löste Kritik aus. Gegen eine mögliche Absetzung Tuttles hat es zahlreiche Proteste gegeben. In einem offenen Brief zur Zukunft der Berlinale stellten sich Hunderte Filmschaffende hinter die US-Amerikanerin, die das Filmfestival seit 2024 leitet. Sie verfolgten die Debatten mit großer Sorge, heißt es in dem Schreiben, das von einer Filmagentur verschickt wurde und am Donnerstagmittag mehr als 800 Unterzeichner auflistet, darunter Regisseur Tom Tykwer ("Babylon Berlin"), Schauspielerin Tilda Swinton und den früheren Jurypräsidenten Todd Haynes.













