
Wo in München der Mond zum Greifen nah ist
Süddeutsche Zeitung
Wer sich für den Erdtrabanten interessiert, kann an vielen Orten überraschende und spannende Entdeckungen machen – selbst direkt vor dem Rathaus.
Nach mehr als 50 Jahren schickt die US-Raumfahrtbehörde Nasa wieder Menschen Richtung Mond. Das Interesse an der Mission ist groß. Der Mond fasziniert viele Menschen. Um ihn zu ergründen, muss man ihm aber nicht unbedingt nahekommen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, dem Erdtrabanten nachzuspüren – auch in München. Eine Auswahl.
Im Deutschen Museum gibt es etliche Exponate mit Mondbezügen. Unmittelbar mit der Artemis-Mission verbunden ist Zohar, die in einer Vitrine in der Elektronik-Ausstellung zu sehen ist. Es handelt sich um den Nachbau einer der zwei Puppen (die andere hieß Helga), mit denen bei der Artemis-I-Mission Ende 2022 erforscht wurde, welche Gefahr die Strahlung im All darstellt.
Der Weg zum Mond, die Bewegung auf dem Mond, das Ambiente dort und das, was den Mond formt: Zu diesen Aspekten gibt es in der Raumfahrtabteilung des Museums Ausstellungsstücke. Vom National Air and Space Museum in Washington stammt – als Leihgabe – das Raketentriebwerk J-2, das bei der Mondrakete Saturn V zum Einsatz kam. Ein Teil des Hitzeschildes einer Apollo-Kapsel führt vor, vor welcher extremen Hitze die Astronauten beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre geschützt werden müssen.
Zwei Dioramen empfinden nach, was die Astronauten der Apollo-11- und der Apollo-15-Missionen erlebten – also der ersten und der vierten bemannten Mondlandung. Eine Lande-Szenerie ist nachgestellt, mit zwei Astronauten, Landefähre und vielen Geräten wie Temperatursonde, Magnetometer, Seismometer, Kalt-Kathodenmesser, Sonnenwindmesser, Ionendetektor, Sonnenwind-Spektrometer, Radio-Isotopenbatterie.
Außerdem gibt es ein Mondauto zu sehen. Mit derlei elektrisch betriebenen Fahrzeugen, die auf dem Mond auseinandergefaltet wurden, legten Astronauten der Apollo-Missionen 15, 16 und 17 in den Jahren 1971 und 1972 etwa 90 Kilometer zurück. Das Münchner Exponat ist ein Nachbau. In ihm nahm aber schon einmal ein echter Mondautofahrer Platz: Charlie Duke, 2019, zum 50-jährigen Jubiläum der ersten Mondlandung.





