
Trump will den „Job“ in Iran beenden, bleibt beim Ziel aber vage
Süddeutsche Zeitung
Der US-Präsident kündigt an, die USA würden Iran in den nächsten Wochen „extrem hart“ treffen. Antworten auf die fünf wichtigsten Fragen zu Trumps Rede.
Trumps Rede an die Nation zum Krieg gegen Iran war mit Spannung erwartet worden. Würde der US-Präsident das siegreiche Ende verkünden? Eine Waffenruhe zwecks Verhandlungen? Oder würde er darlegen, welche Ziele er mit militärischen Mitteln zu erreichen gedenkt - und welche Rollen Bodentruppen dabei spielen würden?
Trump sprach am Mittwochabend gerade einmal 19 Minuten lang - und tat nichts von all dem. Nach einem Monat Krieg wiederholte er im Wesentlichen, was er schon in den vergangenen Tagen und Wochen gesagt hatte. Neu waren Nuancen.
Zuerst gratulierte der US-Präsident den Nasa-Astronauten, die gleichentags zu ihrer Mondmission starteten. Dann versicherte er, die USA erzielten in Iran überwältigende Siege. Noch nie in der Geschichte der Kriegsführung habe ein Feind innerhalb weniger Wochen derart deutliche und verheerende Verluste erlitten. Es folgte eine Rechtfertigung für den Krieg und das Versprechen, diesen bald zu beenden.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Rede.
Trump sagt, man sei „ganz nah dran“, den „Job“ in Iran zu beenden. Die Sache müsse aber zu Ende gebracht werden. Auch Angehörige gefallener Soldaten hätten ihn darum gebeten, das zu tun, sagte Trump. Am 32. Tag des Krieges relativierte er außerdem die Kriegsdauer. Zum Vergleich zog er die Dauer der Weltkriege, des Vietnam-Krieges und des Irak-Krieges heran. Was „den Job beenden“ im Detail bedeutet, erläuterte Trump nicht.





