
Wie die deutsche Wirtschaft vom Karneval profitiert
n-tv
Die Narren und Jecken in Deutschland sind ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor. Gleich mehrere Branchen profitieren vom bunten Treiben in den Karnevalshochburgen.
Die Narren und Jecken in Deutschland sind ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor. Gleich mehrere Branchen profitieren vom bunten Treiben in den Karnevalshochburgen.
Die auf ihren Höhepunkt zusteuernde Karnevalssaison ist einer Studie zufolge ein einträgliches Geschäft für viele Branchen in Deutschland. Bundesweit werde der Umsatz in diesem Jahr bei fast zwei Milliarden Euro liegen, wie aus einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) hervorgeht. So dürften etwa bei Hoteliers, Wirten und Kostümgeschäften die Kassen klingeln. Allerdings werde der Umsatz diesmal um rund 100 Millionen Euro niedriger ausfallen als 2025. Der Grund: Die Session sei diesmal wegen der frühen Lage der Osterfeiertage um 15 Tage kürzer.
"Karneval schafft für ein paar Tage Abstand von den schlechten Nachrichten und rückt das Gemeinsame in den Mittelpunkt", sagte IW-Ökonom Marc Scheufen. "Das ist nicht nur gut für das eigene Wohlergehen, sondern auch für die Wirtschaft."
Mit 850 Millionen Euro Umsatz allein in Köln bleibe die rheinische Metropole auch das wirtschaftliche Herz des Karnevals. Das entspricht einem Anteil von mehr als 40 Prozent am erwarteten Gesamtumsatz.
Für Kölsch, Alt oder einen Meenzer Schobbe greifen die Jecken demnach tief in die Taschen: Insgesamt dürften rund 900 Millionen Euro in die Gastronomie fließen. Auch der Einzelhandel kann sich über kauffreudige Kunden freuen, die ihr Geld für Kostüme und Kamelle ausgeben: Rund 400 Millionen Euro Umsatz sollen hier entstehen. Für Bus und Bahn geben Narren den IW-Prognosen nach rund 290 Millionen Euro aus, für Übernachtungen rund 210 Millionen Euro. Weitere 162 Millionen Euro fließen in Tickets oder den Wagenbau.

Ugur Sahin und Özlem Türeci entwickelten mit dem von ihnen gegründeten Unternehmen Biontech in der Corona-Pandemie einen Impfstoff. Doch bis Ende des Jahres soll für sie beim Biotechnologie-Konzern in Mainz Schluss sein. Sie haben neue Pläne, bei denen sie erneut mRNA-Technologien einbringen wollen.












