
Iran greift bahrainische Insel und Ölraffinerie an
n-tv
Erst kürzlich erhöht Bahrain die Kapazität der Ölraffinerie Al Ma'ameer auf etwa 400.000 Barrel Öl pro Tag. In der vergangenen Nacht wird der Komplex zum Ziel eines iranischen Angriffs. Auch eine Insel wird getroffen. Die Rede ist von schwerverletzten Kindern.
Erst kürzlich erhöht Bahrain die Kapazität der Ölraffinerie Al Ma'ameer auf etwa 400.000 Barrel Öl pro Tag. In der vergangenen Nacht wird der Komplex zum Ziel eines iranischen Angriffs. Auch eine Insel wird getroffen. Die Rede ist von schwerverletzten Kindern.
Der Golfstaat Bahrain ist in der vergangenen Nacht offiziellen Angaben zufolge erneut zum Ziel iranischer Angriffe geworden. Bei einem Angriff auf die bahrainische Insel Sitra wurden laut der Nachrichtenagentur Bahrain News Agency mindestens 30 Menschen verletzt. Zudem wurde der bedeutende Raffineriekomplex Al Ma'ameer "infolge der iranischen Aggression" getroffen und beschädigt. Zu diesem Angriff liegen bislang keine Berichte über Verletzte vor.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten auf der Insel Sintra zwei laute Explosionen. Bei dem iranischen Angriff wurden nach bahrainischen Regierungsangaben mindestens 32 Menschen verletzt, mindestens vier davon schwer. Unter den Schwerverletzten seien auch Kinder, teilte das Innenministerium laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur mit. Alle Verletzten seien Bürger des Königreichs. Mehrere Häuser wurden beschädigt.
Zum Angriff auf die Erdöl-Raffinerie Al Ma'ameer berichtete die Bahrain News Agency weiter, die zuständigen Behörden hätten bereits mit der Brandbekämpfung begonnen. Wenig später machte der Raffinerie-Betreiber, der staatliche Energiekonzern Bapco, höhere Gewalt geltend. Die Aktivitäten des Unternehmens seien "von dem anhaltenden regionalen Konflikt im Nahen Osten und dem jüngsten Angriff auf seinen Raffineriekomplex" betroffen.
"Force Majeure" ist eine Vertragsklausel und bezeichnet unvorhersehbare externe Ereignisse, die nicht abgewendet werden können. Diese Ereignisse hindern die Vertragsparteien daran, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Im Falle von Bapco betrifft es unter anderem die Auslieferung von Erdöl. Zuvor hatte bereits Kuwait höhere Gewalt geltend gemacht, weil das Land wegen iranischer Angriffe kein Öl mehr fördern kann. Auch der katarische Staatskonzern Qatar Energy beruft sich darauf, weil er sein Flüssiggas nicht mehr herstellen und ausliefern kann.

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