Wichtiges zur Kommunalwahl in Bayern
ZDF
In Bayern steht die Kommunalwahl 2026 an. CSU, SPD und Grünen drohen Stimmverluste - zugunsten der AfD, kleiner Parteien und lokaler Listen.
Am Sonntag stehen in Bayern Kommunalwahlen an. CSU, SPD und Grünen drohen Stimmverluste - zugunsten der AfD, kleiner Parteien und lokaler Listen. Das Wichtigste im Überblick. Am Sonntag läuten die Kommunalwahlen in Bayern zusammen mit der Landtagswahl in Baden-Württemberg das Superwahljahr 2026 ein. Im flächengrößten Bundesland werden insgesamt rund 39.500 Ämter neu besetzt: Bürgermeister- und Landratsämter, Stadtrats- und Kreistagsmitglieder. In Bayern sind über zehn Millionen Menschen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung fällt bei Kommunalwahlen üblicherweise deutlich geringer aus als bei Bundes- und Landtagswahlen. Bei den letzten Kommunalwahlen in Bayern 2020 lag sie bei 58,7 Prozent. Während in kleinen Kommunen manche Kandidaturen konkurrenzlos sind, ist in größeren mit Stichwahlen am 22. März zu rechnen. Im Gegensatz zu Bundes- und Landtagswahlen sind Kommunalwahlen stärker von Persönlichkeiten statt Parteien abhängig. Die Fünf-Prozent-Hürde besteht nicht und es treten zusätzlich lokale Parteien sowie parteilose Wählergruppen an. In Bayern spielen die Freien Wähler, die mit der CSU das Land regieren, eine große Rolle. Trotz möglicher Verluste ist zu erwarten, dass die CSU in den weitesten Teilen Bayerns dominant bleibt. Nachdem die Grünen in den Kommunalwahlen 2020 einen Aufschwung erlebten, deuten Umfragewerte für diese Wahlen auf einen Stimmverlust hin. Auch der SPD droht ein weiterer Abstieg. Die Freien Wähler scheinen den Umfragen nach stabil bei rund elf Prozent zu bleiben. Die AfD, die 2020 bei knapp fünf Prozent lag, könnte ihre Stimmen den Umfrageergebnissen nach verdreifachen. Während im ländlichen Raum die CSU führt, spielt in den Rathäusern der Großstädte auch die SPD eine prominente Rolle. Nürnberg war bis zu Marcus Königs (CSU) Wahlsieg vor sechs Jahren eine Hochburg der SPD. Mit Nasser Ahmed, einem Sohn eritreischer Einwanderer, möchten die Sozialdemokraten den Chefsessel zurückerobern. In München könnte es zu einer Stichwahl kommen. SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter bewirbt sich um eine dritte Amtszeit. Einer Umfrage zufolge liegt er klar vor seinen Hauptkontrahenten Dominik Krause (Grüne) und Clemens Baumgärtner (CSU). Zuletzt war er in die Negativschlagzeilen geraten wegen seiner Verwaltungsbeiratstätigkeit beim FC Bayern und weil er in der Stadtratssitzung ein rassistisches Wort benutzte. Dafür hat er sich entschuldigt.













