Kulturbetrieb unter Weimer in Aufruhr
ZDF
Der Kulturbetrieb findet unter Staatsminister Weimer keine Ruhe: Antisemitismus-Vorwürfe bei der Berlinale, Ärger um den Buchhandlungspreis.
Der Kulturbetrieb findet unter Staatsminister Weimer keine Ruhe: Auf Antisemitismus-Vorwürfe bei der Berlinale folgen Buchhandlungen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Bei der Preisverleihung der Berlinale am 21. Februar sprach ein palästinensischer Regisseur vom Genozid in Gaza und der seiner Meinung nach deutschen Beteiligung daran. Es folgte der Vorwurf: Berlinale-Chefin Tricia Tuttle sei nicht entschieden genug gegen propalästinensische Propaganda während des Filmfestivals vorgegangen. Während einige daraufhin ein entschiedenes Eingreifen von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb forderten, sehen andere die Freiheit der Künste und die Autonomie der Kulturinstitutionen bedroht. Aus der Kulturszene kamen Unterstützerbriefe, der Deutsche Kulturrat warnte vor einer Einschränkung der Kunst- und Meinungsfreiheit. Im Raum stand auch die Frage, ob die Berlinale-Chefin abgesetzt werden soll oder ob sie selbst zurücktritt. Seit dieser Woche ist jedoch klar: Tuttle bleibt. Der antisemitische Diskurs überdecke den künstlerischen Diskurs, sagte Weimer am Mittwoch dieser Woche im Bundestagsausschuss für Kultur und Medien. Er bedauere, dass die Arbeit der Berlinale durch politischen Aktivismus überlagert werde.













