WHO: Der Austritt der USA ist nicht das einzige Problem
ZDF
Der Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation wird heute wirksam. Nicht nur deshalb hat die WHO ein Finanzierungsproblem.
Es war eine der ersten Amtshandlungen von Donald Trump: der Austritt der USA aus der WHO. Heute wird er wirksam - mit Folgen für die Organisation. Die USA waren einer der Hauptunterstützer der 1948 gegründeten Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, kurz WHO). Die Unterorganisation der Vereinten Nationen hat sich zum Ziel gesetzt, allen Menschen eine Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Die Mitgliedsstaaten zahlen - je nach ihrer wirtschaftlichen Situation - einen Pflichtanteil. Dieser ist aber vergleichsweise gering. Die Arbeit der WHO wird maßgeblich durch freiwillige Beiträge finanziert. Im vergangenen Jahr waren mehr als drei Viertel der Einnahmen freiwillige Beiträge. Der Austritt der USA zum 22. Januar 2026 hinterlässt eine finanzielle Lücke bei den Pflichtbeiträgen und bei den freiwilligen Zahlungen. Ein weiteres Problem: Der größte Teil der freiwilligen Beiträge ist eng zweckgebunden, also mit bestimmten Projekten und Programmen der WHO verknüpft. Das schränkt den Handlungsspielraum der WHO stark ein. Langfristig hofft sie auf einen größeren Anteil der Beiträge mit flexibleren Einsatzmöglichkeiten, um ihren Aufgaben gerecht zu werden. Die Arbeit der WHO ist vielschichtig. Sie koordiniert zum Beispiel den Kampf gegen ansteckende Krankheiten, fördert die medizinische Forschung, unterstützt den Aufbau von Gesundheitssystemen in ärmeren Ländern und soll ein System aufbauen, um in gesundheitlichen Krisen- oder Katastrophenfällen besser vorbereitet zu sein als bei der Covid-19-Pandemie. Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann sind Sie beim ZDFheute-WhatsApp-Channel richtig. Hier erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren. Zur Anmeldung: ZDFheute-WhatsApp-Channel.













