Was bedeutet ein US-Nato-Abkommen für Grönland?
ZDF
Die USA wollen Grönland doch nicht mit Gewalt einnehmen - stattdessen prahlt Trump mit einem Nato-Deal. Was heißt das jetzt für die Arktis-Insel?
Die USA wollen Grönland doch nicht mit Gewalt einnehmen - stattdessen prahlt Trump mit einem Deal mit der Nato. Was heißt das für die Arktis-Insel? Eine Völkerrechtlerin erklärt. Donald Trumps Rede von Davos wirkt weltweit nach - vor allem wegen des anhaltenden Streits um Grönland. Denn noch immer ist nicht ganz klar, worauf genau sich der US-Präsident und Nato-Generalsekretär Mark Rutte eigentlich geeinigt hatten, als Trump die Einigung auf ein Rahmenabkommen verkündete. Klar ist: Die Zölle gegen Europa sind (zumindest vorerst) vom Tisch, und Trump sieht von einem militärischen Eingreifen in Grönland (wohl ebenfalls vorerst) ab. Doch was kann die Einigung bringen? Völkerrechts-Expertin Anne Peters ist im Interview mit ZDFheute live "gar nicht sicher, ob sich sehr viel ändern wird." In jedem Fall sei der von Trump und Rutte verhandelte Deal "noch kein Abkommen - es liegt kein Text vor", betont die Expertin. Grundsätzlich gelte: Aktuell regelten ein "multilaterales Nato-Truppenstationierungsabkommen" von 1951 sowie zusätzliche bilaterale Einigungen die Einflüsse fremder Staaten auf der Arktis-Insel, erklärt Peters. Im Jahr 2004 habe man mit einem Abkommen die Zahl der in Grönland stationierten US-Soldaten sogar reduziert. An dieses Abkommen könnte man laut Peters vor dem Hintergrund der aktuellen Bestrebungen der USA nach mehr Einfluss in der Region anknüpfen: "Man könnte das wieder aufstocken." Deshalb gelte: ... ist Direktorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Völkerrecht, Menschenrechte sowie allgemeines Staatsrecht. Peters ist Mitglied des völkerrechtswissenschaftlichen Beirats der deutschen Bundesregierung.Quelle: Max-Planck-Institut













