
VW-Betriebsrat fordert mehr Durchgriff des Konzerns - Golf 9 kommt
n-tv
Auch die neunte Generation des Golf wird am Mittellandkanal gebaut. Auf der Betriebsversammlung zeigt der Konzern der Belegschaft schon einmal die Silhouette. Die Arbeitnehmervertreter rufen dabei den Vorstand auf, die einzelnen Marken wieder an die enge Leine zu nehmen.
Auch die neunte Generation des Golf wird am Mittellandkanal gebaut. Auf der Betriebsversammlung zeigt der Konzern der Belegschaft schon einmal die Silhouette. Die Arbeitnehmervertreter rufen dabei den Vorstand auf, die einzelnen Marken wieder an die enge Leine zu nehmen.
Weltpremieren auf Betriebsversammlungen haben bei VW Tradition: 2023 wurde der neue Tiguan enthüllt, vergangenes Jahr bekam die Belegschaft den ID. Polo zu sehen. Jetzt gab es für mehrere Tausend Beschäftigte einen ersten Ausblick auf den vollelektrischen Golf 9. Allerdings nur als Silhouette auf der Großbildleinwand und in Schwarz-Weiß. Das Seitenprofil sieht dabei fast genauso aus wie beim derzeitigen Golf 8. Damit, so Betriebsratschefin Daniela Cavallo, bleibe der Golf ein echter Wolfsburger. Dass die erste Skizze nun hier gezeigt werde, bezeichnete sie als "großartige Wertschätzung für die Belegschaft".
VW will die Produktion des aktuellen Verbrenner-Modells ab der zweiten Jahreshälfte 2027 nach Mexiko verlagern, um in Wolfsburg Platz für den Umbau für E-Modelle zu machen. Ende des Jahrzehnts soll im Stammwerk dann der vollelektrische Nachfolger anlaufen. Sorgen, dass VW die Pläne noch einmal ändere, müsse sich niemand machen, sagte Cavallo. Der E-Golf aus Wolfsburg sei "jetzt schon verbindlich beschlossen - ohne Wenn und Aber".
Tochtergesellschaften wie Audi und Porsche sollte der Konzern dagegen an die kürzere Leine nehmen, forderte Cavallo. "Wolfsburg muss wieder stärker Dreh- und Angelpunkt für den gesamten Konzernverbund sein", sagte sie laut Redemanuskript. "Alleingänge einzelner Marken können wir uns schlicht nicht mehr leisten." Momentan sei das "oft Kraut und Rüben", kritisierte sie. Die Konzernspitze um Oliver Blume forderte sie auf, Machtworte zu sprechen, "um Marken-Egoismen einzufangen". Nur so ließen sich Synergien im Konzern nutzen.
Markenchef Thomas Schäfer sprach mit Blick auf die ein halbes Dutzend Weltpremieren 2026 von einem entscheidenden Jahr für Volkswagen. "Die Marke Volkswagen kommt voran, die Zahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte er laut Mitteilung. Konzernchef Oliver Blume, der eigentlich nicht auf der Rednerliste stand, wandte sich ebenfalls mit einem kurzen Statement an die Belegschaft.













