
Iran-General droht "jedes Schiff zu verbrennen"
n-tv
Die Straße von Hormus ist nach iranischen Angaben dicht, was das US-Militär allerdings dementiert. Tatsächlich sollen mehr als 100 Containerschiffe in der strategisch wichtigen Meerenge festhängen - rund zehn Prozent der weltweiten Containerflotte. Die Furcht vor Lieferausfällen wächst.
Die Straße von Hormus ist nach iranischen Angaben dicht, was das US-Militär allerdings dementiert. Tatsächlich sollen mehr als 100 Containerschiffe in der strategisch wichtigen Meerenge festhängen - rund zehn Prozent der weltweiten Containerflotte. Die Furcht vor Lieferausfällen wächst.
Ein General der iranischen Revolutionsgarden hat damit gedroht, "jedes Schiff" zu "verbrennen", das die Straße von Hormus passieren will. "Wir werden auch Ölpipelines angreifen und nicht zulassen, dass auch nur ein Tropfen Öl die Region verlässt", erklärte General Sardar Dschabbari auf Telegram. "Der Ölpreis wird in den kommenden Tagen 200 Dollar erreichen."
Der Iran erklärte zudem die strategisch wichtige Straße von Hormus für geschlossen. Iranische Medien berichteten von einem brennenden Tanker in der Meerenge. Bilder zeigen Brände und riesige schwarze Rauchwolken, die vom iranischen Marinehauptquartier in Bandar Abbas aufsteigen. Das US-Militär dementierte laut dem Sender Fox News allerdings Berichte über eine Sperrung. Die wichtige Schifffahrtsroute sei weiterhin offen, meldet der Sender. Handelsschiffe befahren das Gebiet jedoch mit Vorsicht.
Der Schiffsverkehr in der für die Weltwirtschaft zentralen Region ist bereits weitgehend zum Erliegen gekommen. Jeremy Nixon, Chef der Reederei Ocean Network Express (ONE), sprach von rund 100 blockierten Containerschiffen. "Etwa zehn Prozent der weltweiten Containerflotte stecken hier fest", sagte Nixon auf einer Branchenkonferenz im kalifornischen Long Beach. Versicherer haben die Deckung für Fahrten durch die Meerenge inzwischen eingestellt.
Die Furcht vor Lieferausfällen aus den Förderländern im Nahen Osten treibt indes die Ölpreise weiter an. Die Rohöl-Sorte Brent verteuerte sich um bis zu 3,5 Prozent auf 80,45 Dollar je Barrel. US-Öl WTI notiert bis zu 3,0 Prozent höher bei 73,38 Dollar je Barrel. Seit Montag haben beide Ölsorten zwischen acht und neun Prozent zugelegt. Zum Wochenauftakt war der Preis für die Sorte Brent zeitweise auf bis zu 82,37 Dollar geschnellt und hatte damit den höchsten Stand seit Januar 2025 erreicht.













