
Iran-Krieg holt die Wall Street ein
n-tv
Nach der Ruhe des Vortags zieht an den US-Börsen die Nervosität ein. Steigende Energiepreise und wachsende Inflationsängste bremsen die Kauflaune. Die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen verpuffen.
Nach der Ruhe des Vortags zieht an den US-Börsen die Nervosität ein. Steigende Energiepreise und wachsende Inflationsängste bremsen die Kauflaune. Die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen verpuffen.
Nachdem die US-Börsen am Vortag noch kaum auf den neuen Krieg im Iran reagiert hatten, holte der weitere Kreise ziehende Konflikt die Wall Street ein. Zunehmend machte sich Nervosität breit, was auch an den steigenden Volatilitätsindizes erkennbar wurde. Zur Kriegs- hat sich nun Inflationsangst gesellt. Denn die Ölpreise setzten ihren rasanten Anstieg fort, wenngleich sie von den Tageshochs zurückkamen. Für etwas Entspannung sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, laut denen die US-Marine bei Bedarf damit beginnen werde, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren.
Der Dow-Jones-Index verlor 0,8 Prozent auf 48.501 Punkte. Der S&P-500 gab 0,9 Prozent auf 6816 nach, der Nasdaq-Composite fiel um 1 Prozent. An der Nyse wurden 628 (Montag: 1561) Kursgewinner gesehen, denen 2143 (1.201) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 44 (69) Titel.
Der Iran hat gedroht, Energieinfrastruktur zu zerstören und Schiffe "zu verbrennen", die die Straße von Hormus passieren - ein wichtiger Transportweg für Öl. Anleger fürchten, dass steigende Ölpreise die Inflation in die Höhe treiben und die US-Notenbank längere Zeit davon abhalten werden, ihre Geldpolitik zu lockern. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um mehr als 4 Prozent an.
Die zunehmenden Inflationsgefahren und daraus resultierenden schwindenden Zinssenkungshoffnungen ließen am US-Anleihemarkt die Renditen weiter steigen. Die Rendite zehnjähriger Titel legte um 1 Basispunkt auf 4,06 Prozent zu. Am frühen Montag stand die Zehnjahresrendite noch unter 4 Prozent.













