
US-Inflation lässt trotz Trumps Zöllen nach
n-tv
Verbraucherpreise in den USA steigen langsamer. Hauptgrund ist ein deutlicher Rückgang der Benzinpreise, während Dienstleistungen teurer werden.
Die US-Inflationsrate sinkt stärker als von Volkswirten erwartet. Grund dafür sind vor allem gesunkene Energiekosten. Die Entwicklung könnte der US-Notenbank Argumente für eine baldige Senkung des Leitzinses liefern.
In den USA hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres überraschend deutlich abgeschwächt. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Januar um 2,4 Prozent, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Im Dezember hatte die Inflation noch bei 2,7 Prozent gelegen. Volkswirte hatten einen Rückgang erwartet, waren aber im Schnitt von einer etwas höheren Jahresrate von 2,5 Prozent ausgegangen.
Verantwortlich für den Rückgang der Teuerung dürfte vorwiegend ein Dämpfer bei den Energiekosten sein. So verbilligte sich Benzin im Jahresvergleich um 7,5 Prozent. Dagegen verteuerten sich Dienstleistungen überdurchschnittlich stark.
Im Monatsvergleich legten die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent zu. Die Kerninflation, die schwankungsanfällige Energie- und Nahrungsmittelpreise ausklammert, schwächte sich im Januar im Jahresvergleich nur leicht ab: um 0,1 Punkte auf 2,5 Prozent. Dieser Wert findet bei Entscheidungen der US-Notenbank Beachtung.
"Angesichts dieser moderaten Preisentwicklung reibt man sich als Beobachter verwundert die Augen", kommentierte Volkswirt Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Die Erhöhungen der US-Zölle hätten eigentlich ein Emporschnellen der Inflation erwarten lassen. Den US-Unternehmen gelinge es aber offenbar, die Erhöhung ihrer Einkaufspreise durch Produktivitätsgewinne wettzumachen. Abseits des Luxussegments dürfte es demnach derzeit schwierig sein, Kostensteigerungen an Endverbraucher weiterzugeben.













