
Trumps Zölle treffen die US-Amerikaner heftig
n-tv
Donald Trump behauptet immer wieder, Ausländer würden den Löwenanteil seiner Zölle bezahlen. Das ist ein Irrtum - seine Landsleute schlucken den Großteil.
Donald Trump behauptet immer wieder, Ausländer würden den Löwenanteil seiner Zölle bezahlen. Das ist ein Irrtum - seine Landsleute schlucken den Großteil.
Die US-Amerikaner tragen fast die gesamte Last der von Präsident Donald Trumps verhängten Zölle. Das geht aus einem Blogbeitrag der Federal Reserve Bank of New York hervor - der einflussreichsten regionalen Notenbank im US-Zentralbanksystem. Der Studie zufolge wurden im vergangenen Jahr 90 Prozent der Zölle von amerikanischen Verbrauchern und Unternehmen übernommen.
Das widerspricht dem Mantra Trumps und der US-Regierung, demzufolge die Abgaben vor allem auf die ausländischen Hersteller abgewälzt würden. Zölle sind ein Kerninstrument von Trumps aggressiver Handelspolitik. Sie sind aber auch eine Steuer auf Importe. Sie werden nicht vom Hersteller im Ausland entrichtet, sondern von dem Unternehmen oder der Person, die das Produkt in das Land einführt.
Die Importeure haben drei Stellschrauben, um auf Zölle zu reagieren. Sie können versuchen, die Extra-Kosten an ihre Kunden weiterzureichen, indem sie die Zölle auf die Preise draufschlagen. Oder sie können die Kosten selbst tragen. Damit schrumpfen ihre Gewinne zwar entsprechend - doch ihre Produkte kosten genauso viel wie vorher. Die dritte Möglichkeit: Der Importeur handelt mit dem Hersteller der Produkte einen Preisnachlass aus, damit dieser die Kosten für die höheren Zölle schluckt.
Der Untersuchung der New Yorker Fed zufolge, die auf Zolldaten basiert, übernehmen die ausländischen Exporteure nur 10 Prozent der Zollkosten. Wie sich US-Unternehmen und Konsumenten die restliche 90-Prozent-Last teilen, wird nicht aufgeschlüsselt.













