
Tech-Sektor zieht Wall Street runter
n-tv
Die US-Anleger sehen derzeit vor allem die negativen Seiten der Künstlichen Intelligenz. Erneut müssen Tech-Aktien Federn lassen. Die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung erhalten keinen Rückenwind.
Die US-Anleger sehen derzeit vor allem die negativen Seiten der Künstlichen Intelligenz. Erneut müssen Tech-Aktien Federn lassen. Die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung erhalten keinen Rückenwind.
Mit deutlichen Abgaben, vor allem im Technologiesektor, hat die Wall Street den Handel beendet. Auslöser waren Aussagen von Cisco. Der Netzwerk-Ausrüster meldete für das zweite Geschäftsquartal zwar Gewinne und Umsätze, die über den Schätzungen lagen, prognostizierte aber einen anhaltenden Druck auf die Gewinnmargen aufgrund steigender Preise für Speicherchips. "Die Investoren sind wegen der Auswirkungen der KI, sowohl der guten als auch der schlechten, sehr nervös", sagte Ed Yardeni, Präsident von Yardeni Research. "Im Moment konzentrieren sie sich auf die störenden Aspekte davon."
Teilnehmer sprachen auch von erhöhter Vorsicht vor der Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten am Freitag. Sollte sich die Inflation als hartnäckig hoch erweisen, dürfte sich die Erwartung einer Zinssenkung noch weiter in die Zukunft verschieben. Am Vortag hatte bereits ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht für Januar der Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank einen Dämpfer versetzt. Der Dow-Jones-Index reduzierte sich um 1,3 Prozent auf 49.452 Punkte. Der S&P-500 schloss 1,6 Prozent tiefer und der Nasdaq-Composite verlor 2,0 Prozent. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse wurde mit 824 (Mittwoch: 1478) angegeben, die der -verlierer mit 1949 (1265). Unverändert schlossen 56 (87) Titel.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche lieferte einen weiteren Hinweis auf die gute Beschäftigungslage in den USA. Demnach ging die Zahl der Amerikaner, die erstmals Arbeitslosenhilfe beantragten, etwas weniger deutlich zurück als angenommen, bewegte sich aber immer noch auf einem recht niedrigen Niveau. Die Verkäufe bestehender Häuser gingen im Januar deutlicher zurück als prognostiziert.
Cisco fielen um 12,3 Prozent. Die Bruttomargen haben sich im zweiten Quartal um 1,2 Prozentpunkte auf 67,5 Prozent verringert. Dieser Trend dürfte sich nach Einschätzung des Unternehmens fortsetzen. Dies schürte bei Investoren erhöhte Sorgen vor steigenden Preisen für Speicherchips. Im Gefolge von Cisco ging es für die Aktien von Dell Technologies, Hewlett Packard Enterprise und Arista Networks um bis zu 9,1 Prozent abwärts.













