Prozess in Dresden: "Sächsische Separatisten" vor Gericht
ZDF
Mutmaßliche Mitglieder der "Sächsischen Separatisten" müssen sich vor Gericht verantworten. 67 weitere Verhandlungstermine sind angesetzt.
Sie sollen überzeugt gewesen sein, dass ein Zusammenbruch Deutschlands bevorsteht. Nun müssen sich mutmaßliche Mitglieder der "Sächsischen Separatisten" vor Gericht verantworten. Acht junge Männer aus der rechten Szene stehen in Dresden unter anderem wegen Terrorismus-Verdachts vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft rechnet sie der militanten Neonazi-Gruppe "Sächsische Separatisten" zu. Die Männer im Alter zwischen 22 und 26 Jahren sollen sich wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens und weiterer Anklagepunkte verantworten. Noch vor Verlesen der Anklageschrift stellte ein Verteidiger einen Antrag zum Ausschluss der Öffentlichkeit. Zur Begründung des Antrages wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. "Die Angeklagten sollen einer im Februar 2020 gegründeten Vereinigung angehört haben, die sich selbst 'Sächsische Separatisten' nannte und deren Mitglieder rassistische, antisemitische und teilweise apokalyptische Überzeugungen vertraten", gab das Gericht vorab bekannt. Laut Anklage der Bundesanwaltschaft waren sie überzeugt, dass ein unbestimmter "Tag X" mit dem Zusammenbruch Deutschlands bevorsteht. Dabei hätten sie einen möglichst großen Teil Sachsens erobern und dort einen an der Ideologie des Nationalsozialismus ausgerichteten Staat errichten wollen. Hierzu habe man eine Liquidierung von Vertretern der staatlichen Ordnung und ethnische Säuberungen geplant, gab das OLG bekannt. Die Männer hatten laut Bundesanwaltschaft wiederholt paramilitärische Trainings mit Kampfausrüstung absolviert. In einer früheren Mitteilung der Behörde hieß es:













