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Münchner Startup testet erfolgreich Hyperschallrakete

Münchner Startup testet erfolgreich Hyperschallrakete

n-tv
Tuesday, February 10, 2026 08:41:38 AM UTC

Rüstungsexperten debattieren seit Jahren, ob Hyperschallraketen die bisherigen militärischen Kräfteverhältnisse verändern werden. Bislang verfügt Europa nicht über diese Technologie, doch ein Münchner Startup überrascht nun mit dem Bau des Raketentyps.

Rüstungsexperten debattieren seit Jahren, ob Hyperschallraketen die bisherigen militärischen Kräfteverhältnisse verändern werden. Bislang verfügt Europa nicht über diese Technologie, doch ein Münchner Startup überrascht nun mit dem Bau des Raketentyps.

Ein deutsch-britisches Start-up hat eine europäische Hyperschallrakete entwickelt und erstmals getestet. Der ohne Sprengkörper ausgerüstete Prototyp HS1 startete am 3. Februar vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya und erreichte eine Geschwindigkeit von Mach 6, wie das 2023 gegründete Unternehmen Hypersonica mitteilte. Das entspricht mehr als 7400 Kilometern pro Stunde. Die Rakete flog demnach 300 Kilometer weit. Bis 2029 soll der Flugkörper serienreif sein.

Mit dem Testflug überrascht Hypersonica. Bisher verfügen nur sehr wenige Staaten - darunter China, Russland und die USA - über Hyperschallraketen oder entwickeln diese. Die Hypersonica-Rakete ist nach Unternehmensangaben mehrere Meter lang und wiegt über eine Tonne. Technische Details machte das Unternehmen nicht publik. Hauptsitz von Hypersonica ist München, eine Tochtergesellschaft sitzt in London.

Russland hat nach Angaben Moskaus im Ukraine-Krieg Hyperschallraketen eingesetzt, die wegen ihrer extrem hohen Geschwindigkeit sehr schwer abzufangen sind. Militärs und Rüstungsexperten debattieren seit Jahren, ob und inwieweit Hyperschallraketen die bisherigen militärischen Kräfteverhältnisse zwischen USA und Europa einerseits und China und Russland andererseits verändern werden.

Angesichts der europäischen Zweifel an der Verlässlichkeit der USA unter der Regierung von Präsident Donald Trump wollen die Hypersonica-Gründer Europa bis 2029 "die erste souveräne Hyperschall-Fähigkeit" zur Verfügung zu stellen.

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