
Lufthansa nennt Streiks "unnötige Eskalation"
n-tv
Gleich zwei Gewerkschaften rufen am Donnerstag bei der Lufthansa zum Ausstand auf. Nur die wenigsten Flüge werden wohl angeboten. Die deutsche Airline beharrt darauf, den Piloten und dem Kabinenpersonal nicht weiter entgegenkommen zu können.
Gleich zwei Gewerkschaften rufen am Donnerstag bei der Lufthansa zum Ausstand auf. Nur die wenigsten Flüge werden wohl angeboten. Die deutsche Airline beharrt darauf, den Piloten und dem Kabinenpersonal nicht weiter entgegenkommen zu können.
Die Lufthansa kritisiert die für Donnerstag geplanten ganztägigen Streiks von Piloten und Kabinenpersonal heftig. "Die Eskalation ist völlig unnötig", sagte Personalvorstand Michael Niggemann in Berlin. Eine Lösung der Konflikte könne es nur am Verhandlungstisch geben, nicht durch Streiks. Zudem seien die finanziellen Forderungen rund um die Kernmarke der Kranich-Airline übertrieben. "Die Lufthansa Classic hat einfach keinen finanziellen Spielraum", betonte der Manager. Die Piloten-Gewerkschaft VC geht davon aus, dass der Arbeitskampf "erhebliche Auswirkungen auf den Flugplan haben wird und auch auf alle von Lufthansa betriebenen Flüge", wie VC-Präsident Andreas Pinheiro in Frankfurt erklärte.
Lufthansa kündigte umfangreiche Streichungen an, ohne eine konkrete Anzahl an ausfallenden Flügen zu nennen. Auf den digitalen Abflugtafeln großer Flughäfen wie Berlin oder Frankfurt ist eine Vielzahl der Lufthansa-Flüge gestrichen, vereinzelte Verbindungen sollen aber offenbar angeboten werden. Fluggäste werden aufgefordert, ihre Kontaktdaten zu hinterlegen. Betroffene Passagiere würden in jedem Fall automatisch benachrichtigt.
Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und die Gewerkschaft UFO für das Kabinenpersonal haben für Donnerstag zu einem Streik aufgerufen - von 0.01 Uhr bis 23.59 Uhr. Die VC will durch den Arbeitskampf bessere Bedingungen bei Betriebsrenten der Lufthansa erreichen. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) rief das Kabinenpersonal bei Lufthansa und Lufthansa Cityline zum Arbeitskampf auf.
Die Piloten werden laut VC Flüge der Kernmarke Lufthansa und der Frachttochter Lufthansa Cargo bestreiken. Auch Anreisen von Cockpit-Beschäftigten zum Einsatzort, Bereitschafts- und Reservedienste sowie Simulatortrainings werden bestreikt. Die VC fordert für die rund 4800 Cockpit-Beschäftigten höhere Beiträge zur Betriebsrente. Das Management lehnt das wegen hoher Kosten und geringer Profitabilität der Premium-Fluglinie ab. "Wir können eine Top-Versorgung nicht einfach nochmal verdoppeln", sagte Vorstand Niggemann. Die Altersvorsorge - gesetzlich und betrieblich zusammen - betrage derzeit rund 8400 Euro pro Monat.













