
Lokführer bringen fünf Prozent mehr Gehalt ins Ziel
n-tv
Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL einigen sich auf einen neuen Tarifvertrag. Die Beschäftigten bekommen mehr Geld - und Bahnreisende können sich auf mindestens zwei Jahre ohne Streiks freuen. Auch ein langjähriger Streitpunkt wurde beigelegt.
Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL einigen sich auf einen neuen Tarifvertrag. Die Beschäftigten bekommen mehr Geld - und Bahnreisende können sich auf mindestens zwei Jahre ohne Streiks freuen. Auch ein langjähriger Streitpunkt wurde beigelegt.
Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben sich bei ihren Tarifverhandlungen auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter geeinigt. Wie beide Seiten mitteilten, steigen die Entgelte am 1. August 2026 und am 1. August 2027 um jeweils 2,5 Prozent. Die Beschäftigten bekommen im April zudem eine Einmalzahlung von 700 Euro, für Auszubildende und dual Studierende sind es 350 Euro.
Die GDL konnte zudem ihre Forderung nach einer zusätzlichen Entgeltstufe für Beschäftigte mit besonders langer Berufserfahrung durchsetzen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren und endet Ende 2027 - zeitgleich mit dem Tarifvertrag zwischen der Bahn und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG.
Damit wird es dieses und nächstes Jahr keine Warnstreiks bei der Deutschen Bahn geben. Anfang 2028 muss der bundeseigene Konzern dafür dann mit beiden Gewerkschaften gleichzeitig neue Tarifverträge aushandeln. Mit der GDL wurde vereinbart, dass im ersten Quartal 2028 noch die Friedenspflicht gilt, die Lokführergewerkschaft kann also frühestens im April 2028 wieder zu Arbeitskämpfen bei der Deutschen Bahn aufrufen.
Beim langjährigen Streitthema Tarifeinheitsgesetz sind die Bahn und die GDL einen großen Schritt aufeinander zugegangen. Das Gesetz sieht grundsätzlich vor, dass in einem Betrieb nur die Tarifverträge jener Arbeitnehmervertretung angewendet werden, die dort die Mehrheit der Mitglieder hat. Arbeitgeber und Gewerkschaften können aber auch Ausnahmen davon vereinbaren - das haben Bahn und GDL nun getan.













