
"Leute wie wir können die Welt verändern"
n-tv
Ich sitze in der Frontrow. Mehrfach. Ich bin nicht Anna Wintour. Aber ein Angeber. Ansonsten beschränkt sich meine Fashionability eher auf Basics mit gelegentlichen Ausreißern. Ich genieße den Moment.
Ich sitze in der Frontrow. Mehrfach. Ich bin nicht Anna Wintour. Aber ein Angeber. Ansonsten beschränkt sich meine Fashionability eher auf Basics mit gelegentlichen Ausreißern. Ich genieße den Moment.
Ein junger Kollege hat mich mal mit dem Kompliment bedacht, ich sei seine Fashion-Ikone. Da ich mit Komplimenten nicht umgehen kann, dachte ich a.) sofort an Iris Apfel, Gott hab' sie selig, und b.) doch über Botox nach. Ich bin aber ein Schisser, außerdem hängen meine Schlupflider bei Lahmlegung der Stirn dann in den Kniekehlen, das will ja keiner. Und überdies hinaus relativierte der Kollege das Lob eh: "Bei ntv". Also dort wäre ich seine Fashion-Ikone. Das schränkt das Ikonentum nun natürlich massiv ein, aber das macht mir nichts aus, da ich die Gabe habe, mir aus allem das Beste herauszufischen.
Ich sitze also bei Kilian Kerner in der ersten Reihe. Danke, das ist echt lieb, weil ich ja weder besonders viel kaufe noch influence. Dafür hat sich über die Jahre aber doch ein recht schöner Kontakt zu dem Designer ergeben, der nun bei der Fashion Week in Berlin trotz massiver Schmerzen mit einer gerissenen Bandscheibe seine Show durchzog. Und zwar eine extrem gute. Neben mir saß eine junge Mutter mit einem Baby, das immer dann schrie, wenn die Musik zu leise wurde. Was zum Glück selten der Fall war. Die Musik war außerdem mega, man konnte mitsingen, und das taten wir, auch, um das Babygeschrei zu übertünchen. Wenn der kleine Kerl nicht gestillt wurde, flirtete er zeitweise mit mir. Seine langen Wimpern sprachen dafür, dass ihm reihenweise Frauen zu Füßen liegen werden eines fernen Tages. Aber ich wollte mich ja auf die Mode konzentrieren und nicht auf Babys.
Mit "GANGSTAAA – A Game on Your Own Rules" feierte Kilian Kerner nun also den Auftakt seiner neuen Kollektion. Unter den rund 1000 Gästen auch Schauspielerin Annabelle Mandeng, die findet: "Kein Wunder, dass er seit Jahren Hollywoodstars einkleidet."
In Berlin nun setzte der 46-Jährige den Startpunkt für die 2026er Reise seiner Kollektion - denn von der Hauptstadt Deutschlands geht es direkt in die Hauptstadt Frankreichs - und damit in die Hauptstadt der Mode: Paris! "Meine nächste Episode wird am 3. März in der Opéra Garnier fortgeführt", erzählt der umtriebige Designer ntv.de. Neben seinem Commitment für Heidi Klum - er wird bei der nächsten Staffel wieder an ihrer Seite sein - und unzähligen anderen Kooperationen wünschen wir ihm daher vor allem, dass er bald wieder schmerzfrei ist.













